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Pfefferkraut, Staudenkresse (Pflanze)

Pflanze im 9 cm Topf
Art. Nr.: LE94
 


Eine aromatisch-scharfe Würze zeichnet das Pfefferkraut aus. Auf Grund seines kressigen Geschmacks wird es auch Staudenkresse genannt.
Lieferung ab Mitte März 2018

 

Lepidium latifolia

Eine aromatisch-scharfe Würze zeichnet das Pfefferkraut aus. Auf Grund seines kressigen Geschmacks wird es auch Staudenkresse genannt.

Das Pfefferkraut ist schärfer als die einjährige Gartenkresse und hat den Vorteil, das es mehrjährig und äußerst winterhart ist. Man kann es zudem auch mehrmals im Jahr ernten, da es immer wieder fröhlich austreibt. Besonders lecker sind die jungen Blätter, so das sich eine häufige Ernte anbietet.

Vergessenes Würzkraut mit Kressegeschmack

Das Kraut ist an den Nordwestküsten Europas heimisch. Es ist an magere, sandige Böden gewöhnt und da es an den Küsten wächst auch sehr salzverträglich. Mittlerweile hat man es auf Mittelstreifen von Autobahnen gesichtet, wo sich das Kraut sichtlich wohl fühlt.
Es ist in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten und erlebt nun eine Renaissance. Das liegt wohl vor allem an seiner Unverwüstlichkeit und dem vielfältigen Gebrauch der Pflanze. Auch die Wurzel kann gerieben zu Fleisch oder im Dipp verwendet werden. Sie sieht der Meerrettichwurzel ähnlich, schmeckt aber nach Kresse.

Rezept: Linsenstreich mit Pfefferkraut

Die Schärfe des Pfefferkrautes wird hier durch die Linsen wunderbar kompensiert. Wer es schärfer mag, der nimmt einfach ein paar Blätter mehr vom pfeffrigen Kraut.

eine Tasse rote Linsen
zwei Tassen Wasser
8 Blätter Pfefferkraut
ein viertel Teelöffel Salz
frischen Pfeffer aus der Mühle
ein viertel Teelöffel Kreuzkümmel
2 Esslöffel Olivenöl

Tomaten-Salsa
Zubereitung:
Die Linsen zusammen mit dem Wasser und dem Kreuzkümmel zum Kochen bringen und etwa eine viertel Stunde leise köcheln lassen.
Das Wasser soll von den Linsen vollständig aufgesogen sein. Die Masse nun mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl glatt rühren. Die Masse soll fest, aber streichfähig sein. Eventuell noch etwas Wasser oder Öl zugeben.
Die frischen Blätter sehr fein schneiden. Man kann sie auch im Mixer pürieren.
Zu der Linsenmasse geben und alles gut verrühren.
Für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.
Der Linsenstreich ist 2 bis 3 Tage haltbar.

Im Garten

Damit man wirklich pfeffrig-scharfe Blätter ernten kann, ist es von Vorteil, wenn man den Boden mit ein wenig Kochsalz düngt. Außerdem bevorzugt Pfefferkraut einen mäßig nährstoffreichen Boden an einem sonnigen Platz. Da die Pflanze sich durch Wurzelausläufer ausbreitet, sollte man ihr ein eigenes Beet oder Kübel zur Verfügung stellen. Die Pflanze ist mehrjährig und winterhart. Im Herbst zieht sie ein und treibt im Frühling schon bei geringen Temperaturen aus dem Wurzelstock aus.

Verwendung in der Küche

Die Blätter des Pfefferkrauts können gut in frischen Salaten oder im Kräuterquark verwendet werden. Auch ein Pesto aus frischen Blättern ist köstlich. Der Geschmack ist scharf mit deutlich frischem Kressearoma. Junge Blätter sind etwas milder und haben eine zarte Textur. Sie sind für die Küche vorzugsweise zu verwenden. Ältere Blätter können einem schon mal die Tränen in die Augen treiben, wenn man in ein Blatt beißt. Sie werden mit der Zeit auch etwas ledrig, so das es sich anbietet sie kurz mit zu kochen.
Pfefferkraut eignet sich sehr gut in Kombination mit andern frischen Kräutern wie Pimpinelle, Bohnenkraut und Dill. Verwendet man die genannten Kräuter zu gleichen Teilen und legt sie in Öl mit etwas Salz ein, so erhält man eine leckere Fleischmarinade.

Salsa mit Pfefferkraut

Tomatensalsa mit Pfefferkraut

Salsa wird traditionell mit frischem Koriander zubereitet. Da es aber aus unerklärlichen Gründen immer noch Menschen gibt, die Korinadergrün nicht mögen, haben wir diese leckere Vorspeise mit der Staudenkresse abgewandelt. Auch lecker.

Zutaten für 4 Personen:
500 g Tomaten, am besten Fleischtomaten
eine rote Zwiebel
10 Blätter Pfefferkraut
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Olivenöl

Tomaten-SalsaTomaten-Salsa mit Pfefferkraut
Zubereitung:
Die Tomaten von den Kernen befreien und in sehr kleine Würfel schneiden.
Die Zwiebel häuten und in noch kleinere Würfel schneiden.
Es ist wichtig, das es wirklich sehr kleine Würfelis sind, da dies maßgeblich für den Geschmack der Salsa ist. Zu dicke und grob geschnittene Zwiebeln machen alles zunichte.

Die Blätter des Pfefferkrauts waschen und sehr fein hacken. Alles in einer Schüssel mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Olivenöl beträufeln. Vorsichtig alles unterheben und servieren. Dazu passt frisches Weissbrot.

Andere Pflanzen, die auch Pfefferkraut genannt werden

Der Geschmack nach Pfeffer ist auch im Bohnenkraut (Satureja hortensis) recht dominant, so das dieses landläufig ebenfalls Pfefferkraut genannt wird. Es handelt sich aber um eine gänzlich andere Pflanze. Ebenfalls als Pfefferkraut wird der aus Asien stammende Wasserpfeffer (Polygonum hydropiper) genannt. Hierbei handelt es sich um eine krautige Heil- und Gewürzpflanze, die bei uns jedoch nicht winterhart ist. Sie besitzt neben der puren pfeffrigen Schärfe kaum andere Aromen. Auch der Diptam (Dictamnus albus) wird in einigen Regionen als Pfefferkraut bezeichnet. Der Name rührt hier aber von den brennenden Schmerzen her, welche die Pflanze bei Berührung mit nackter Haut und anschließender Sonneneinstrahlung auslößt.

Verwendung als Heilpflanze

Über eine Heilwirkung ist nichts bekannt. Da es sich aber bei den Namensvettern wie im vorhergehenden Absatz beschrieben durchaus um Heilpflanzen handelt, schwirren immer wieder Gerüchte über die heilende Wirkung der Pflanze (Lepidium latifolia) herum.

Steckbrief

Botanischer Name Lepidium latifolia
Familie Kreuzblütler (Brassicaceae)
Höhe bis zu einem Meter
Boden/Wasser nährstoffeich, salzhaltig, feucht
Synonyme Staudenkresse, Breitblättrige Kresse, Strand-Karse
Vermehrung bildet Samen und Wurzelausläufer
Winterhärte ja, mehrjährig

Rezept: Flammkuchen mit Birnen, Ziegenkäse und Pfefferkraut

Süß, salzig und scharf, so kann man diesen Flammkuchen bezeichnen. Die drei Hauptzutaten ergänzen sich ganz famos.
Wer einen Pizzaofen besitzt, ist fein raus. Wer nicht, muss mit einem Backofen vorlieb nehmen, jedoch ist das Ergebnis auch ganz hervorragend.

Für zwei Flammkuchen
350g helles Weizenmehl
50g Dinkelvollkornmehl
zwei Esslöffel Olivenöl
einen Esslöffel Schwarzkümmelsamen
ein Päckchen Trockenhefe
einen Teelöffel Salz
eine halbe Tasse lauwarmes Wasser

2 gehäufte Esslöffel Creme fraîche
2 reife Birnen
150g Ziegenkäserolle
zwei Schalotten
ein Teelöffel Honig
12 Blätter Pfefferkraut
Salz
schwarzen Pfeffer aus der Mühle

lecker Flammkuchen


Zubereitung:
Für den Hefeteig alle Zutaten in einer Schüssel zu einem festen, glänzenden Teig kneten, der sich leicht vom Schüsselrand lößt. Ist er zu trocken und bröselig, noch etwas Wasser hinzugeben.
An einem warmen Ort etwa ein dreiviertel Stunde ruhen lassen, es verdoppelt sich sein Volumen in dieser Zeit.

In der Zwischenzeit die Birnen waschen, vierteln und vom Kerngehäuse entfernen. In einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Ziegenkäserolle ebenfalls in gleich dicke Scheiben schneiden. Die Schalotten häuten und in sehr feine Ringe schneiden.

Den Backofen auf 210°C vorheizen.

Den Teig halbieren. Die erste Hälfte dünn ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauflegen. Mit einem Esslöffel Creme fraîche bestreichen und etwas salzen. Nun die Ringe einer Schalotte, die Hälfte der Birnenstücke und die Hälfte des Käses auf dem Teig verteilen. Etwas Honig sparsam auf den Ziegenkäse streichen. Er bekommt dadurch eine schöne braune Kruste. Nun das Ganze für eine viertel Stunde auf die mittlere Schiene des Ofens und bei 210°C knusprig braun backen.

Das Pfefferkraut waschen und in grobe Streifen schneiden.
Den ersten Flammkuchen heraus nehmen und mit der Hälfte des Krautes bestreuen. Etwas Pfeffer aus der Mühle drüber streuen und sofort servieren.

Mit den restlichen Zutaten genauso verfahren. Während man das erste Stück verputzt, backt der zweite Flammkuchen im Ofen fertig.

Kundenfragen

Frage:

Kann man aus Pfefferkraut Tee machen?

Antwort:
Ein Tee hätte eher das Aroma einer pfeffrigen Wassersuppe. Die Geschmäcker sind verschieden, aber es eignet sich doch am besten als Würzpflanze.


Frage:

Kann man die Blätter vom Pfefferkraut trocknen? Oder anders konservieren?

Antwort:
Am Besten konserviert man die Blätter in dem man sie klein schneidet und einfriert. Bei Bedarf kann man sie über das fertige Gericht streuen. Die Schärfe und das Kressearoma bleiben weitgehend erhalten. Getrocknete Blätter verlieren dagegen an Geschmack.


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03.10.2017 – Helmut schreibt:
Finde die Pflanze nicht mehr
22.09.2017 – Sabine schreibt:
hat lange für die Entwicklung gebraucht, schmeckt aber gut.
20.09.2017 – Thomas schreibt:
Das mögen auch Raupen sehr gern ;-).
13.09.2017 – Marianne schreibt:
Das Pfefferkraut ist gut angekommen, ist ebenso gut angegangen und entwickelt sich sehr gut. Ich freue mich auf die nächsten Jahre, wenn die Pflanze dutzend blüht und wir sie im Salat oder Quark genießen werden.
13.09.2017 – Ingrid schreibt:
Ein ganz tolles Kraut, was ich vorher nicht kannte. Es darf jetzt in meiner Küche nicht fehlen, es hat eine pikante Schärfe. Leider schmeckt es in der letzten Zeit den Schnecken auch gut, zu meinem Leidwesen

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