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Roter Weinbergpfirsich (Pflanze)

Pflanze im 1 Liter Topf
Artikelnummer: PR23

Die Früchte des Roten Weinbergpfirsichs besitzen ein herb-aromatisches Fruchtfleisch. Kern und Schale lassen sich leicht lösen.

Lieferung ab Ende März 2019

Prunus persica

Die Früchte des Roten Weinbergpfirsichs besitzen ein herb-aromatisches Fruchtfleisch. Kern und Schale lassen sich leicht lösen.

Eine fast vergessene Pfirsichsorte

Beheimatet ist der Rote Weinbergpfirsich in der Moselregion. Er ist dort auf den Märkten ab August zu finden. Die Früchte werden reif geerntet und sind nicht lange lagerfähig. Roh schmecken die Früchte aromatischer als handelsübliche Pfirsiche und sind dabei weniger süß. Sie können zu allerlei Köstlichkeiten wie Kuchen, Mus, Marmelade oder Gelee verarbeitet werden. Der Rote Weinbergpfirsich wird auch Weingartenpfirsich genannt. Er wurde traditionell an Randlagen der Weinberge gepflanzt. Das Weinbauklima bekommt dem Pfirsich gut, er wächst aber auch gut bei uns im Norden von Niedersachsen.

Blüten

Pflege im Garten

Damit man viel Freude an seinem Pfirsichbaum hat, sind ein paar Pflegehinweise zu beachten. Der Standort sollte vollsonnig sein. Der Rote Weinbergpfirsich hat keinen besonderen Anspruch an den Boden. Grundsätzlich sind Sandböden besser geeignet als schwere Lehmböden. Als Bodenvorbereitung ist eine Düngung im Februar von Vorteil bei einer Pflanzung im März oder April. Der Standort sollte idealerweise sonnig und geschützt sein. Auch ist eine Lage wo die Abendsonne lange scheint zu bevorzugen.

Erntezeit - Reife

Bereits nach 3-4 Jahren können die ersten Früchte geerntet werden. Der Wasserbedarf ist im Frühling hoch, dann regnet es ja auch meistens recht viel. Sollte das Frühjahr trocken ausfallen, ist eine zusätzliche Bewässerung vorteilhaft.
Die Reifezeit ist der August mit seinen langen Sommerabenden. In dieser Zeit entwickelt der Weinbergpfirsich sein ganzes Aroma. Ein trockener, warmer Sommer ist für die Reife ideal. Wichtig ist, das in trockenen Sommern nicht gegossen wird. Dies gilt auch für andere Pfirsicharten und auch für Aprikosen. Die Früchte entwickeln viel mehr Aroma, wenn die Pflanze während der Reifezeit trocken steht.

Roter Weinbergpfirsich Schnitt

Ein jährlicher Schnitt fördert den Fruchtertrag. Nach der Ernte werden etwa drei viertel der Triebe entfernt, an denen Früchte gewachsen sind. Ziel ist eine sogenannte Hohlkrone, die aus drei bis vier Gerüst-Ästen besteht, die eine Länge von etwa einem Meter haben . Alle übrigen werden bis auf drei bis vier Knospen zurückgeschnitten. Hier entwickeln sich im darauf folgenden Jahr neue Früchte. Pfirsiche wachsen am vorjährigen Holz. Man erkennt die Fruchtknospen an ihrer rundlichen Form, die von einer länglichen Blattanlage halb umschlossen sind. Als Anfänger schneidet man oft zu zaghaft. Es schadet nichts, wenn Pfirsiche stark zurück geschnitten werden, sondern ist eher förderlich. Das Holz von Pfirsichen ist weich und biegsam. Sollt es einmal geschehen, das Pfirsiche für mehrere Jahre nicht geschnitten werden, so besteht die Gefahr, das die Äste unter der Last brechen.

Weinbergpfirsiche in der Küche

Die Früchte sind innen weiß mit einer dunkelroten Maserung. Das rote Fleisch behält auch nach Erhitzung seine Farbe. Man kann eine vorzügliche Marmelade oder Konfitüre aus Roten Weinbergpfirsichen herstellen. Wie schon erwähnt, ist der Geschmack dieser Pfirsichsorte herber als bei anderen Pfirsichen. Das macht die Marmelade so einzigartig.
Marmelade aus rotem Weinbergpfirsich

Rezept: Marmelade aus Rotem Weinbergpfirsich

Für 3 Gläser à 200 ml

Zutaten:
900 g vorbereitete Früchte vom Roten Weinbergpfirsich
280 g Zucker oder 20 ml Flüssigsüße
Saft einer Zitrone
ein Beutel Gelfix 1:3

Die Pfirsiche entkernen und von der Haut befreien (bei reifen Früchten lässt sich die Haut einfach abziehen).

In einen hohen Topf geben und mit dem Zauberstab fein pürieren, Zitronensaft, Zucker oder Flüssigsüße und Gelfix hinzu, alles gut durchrühren, dann erhitzen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann in heiß ausgespülte Gläser füllen, sofort verschließen.


Gerösteter Blumenkohl mit rotem Weinbergpfirsich

Rezept: Gerösteter Blumenkohl mit Weinbergpfirsichen

Für 2 Personen
Garzeit: 45 Minuten

einen kleinen Blumenkohl (ohne Grün etwa 650 g)
2 Esslöffel Sonnenblumenöl
½ Teelöffel Salz
eine halbe Tasse Wasser

10 g Ingwer
1 Esslöffel Schwarzkümmel
½ Teelöffel Garam Masala
2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
zwei rote Paprikaschoten (etwa 200 g)
6 reife Weinbergpfirsiche
4 Esslöffel geröstetes Sesamöl

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Ein Backblech mit Sonnenblumenöl fetten.

Den Blumenkohl vom Grün lösen und waschen. Einige Blätter klein schneiden und mitgaren. Den Kopf in kleine Röschen teilen und auf das Blech legen. Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden, zusammen mit Salz, Schwarzkümmel, Garam Masala und den Sonnenblumenkernen mit dem Blumenkohl mischen. Eine halbe Tassen Wasser zu gießen und für 10 Minuten in den heißen Ofen auf die mittlere Schiene schieben. Paprikaschoten waschen und entkernen, in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, über dem Kohl verteilen und wieder in den Ofen schieben. Nun weitere 25 Minuten im Ofen garen.
Die Weinbergpfirsiche halbieren, entkernen und die Haut abziehen. Die Früchte achteln und über das Gemüse geben. 10 Minuten garen, so das die Pfirsiche gerade einmal erhitzt sind. Sie sollen nicht zu weich werden.

Zusammen mit Joghurt und Reis servieren.

Steckbrief

Botanischer Name Prunus persica
Familie Rosengewächse (Rosaceae)
Fruchtreife September
Blüte Mai, rosa
Synonyme Moselpfirsich
Sonne vollsonnig
Winterhärte ja

Kundenfragen

Frage:

Wie groß werden die Pfirsiche ungefähr und werden sie als Baum oder eher als Strauch wachsen?

Antwort:
Die Pflanzen erreichen eine Höhe von etwa 4 Metern. Natürlicherweise wachsen sie als Großstrauch, ähnlich wie ein Flieder. Es bilden sich 2-3 dicke grundständige Triebe, die die Krone tragen. Man kann die Pflanze auch gut als Baum erziehen. Entfernt man alle Seitentriebe bildet sich ein Leittrieb aus. Diese beginnt allerdings bald eher ein Leitast zu werden und teilt sich in zwei Treibe auf.


Frage:

Ist es möglich den Weinbergpfirsich jetzt (Oktober) noch zu pflanzen, oder wäre es sinnvoller auf das Frühjahr zu warten?

Antwort:
Man kann Pfirsiche noch gut Anfang Oktober pflanzen. Der Boden ist noch warm und die Pflanzen können noch Wurzeln bilden. Bei einem milden Herbst mit lauen Nächten ist die Pflanzung kein Problem. Ist es nachts bereits schon empfindlich kalt, sollte man lieber im Frühling pflanzen. Die Pfirsiche benötigen nach der Pflanzung noch eine Zeit der Wärme.


Frage:

Sind die Pflanzen selbstfruchter oder braucht man einen zweiten Baum?

Antwort:
Pfirsiche sind selbstfruchtbar. Es genügt, wenn man eine Pflanze im Garten stehen hat.


Frage:

Eignet sich die Pflanze als Spalierobst?

Antwort:
Ja, man kann Pfirsiche auch am Spalier ziehen. Es sollte allerdings ein Fächerspalier sein, da bei etwa 45° die Triebe optimal versorgt werden und gut im Saft stehen. Zieht man die Äste hingegen waagerecht, so ist der Fruchtansatz wesentlich schwächer. Man benötigt für einen Fächerspalier bei Pfirsichen eine Wandfläche von etwa 8 m. Es ist auch ratsam, den Spalier an einer Südwestwand zu ziehen, da die wärmeliebenden Pflanzen hier am besten gedeihen.


Frage:

Ist es sinnvoll einen teil der unreifen Früchte zu entfernen wie es bei manchen Pfirsichsorten empfohlen wird, damit die restlichen Früchte besser ausreifen?

Antwort:
Ja, bei einem Fruchtbehang der sehr dicht steht, sollte man Früchte entfernen, da sich sich gegenseitig beim Reifen behindern. Ideal ist ein Abstand von 5 cm zwischen den Pfirsichen. Man kann auch die Blüten im Frühling reduzieren. An Fruchttrieben erscheinen immer zwei Blütenknospen rechts und links neben einer Blattknospe. An solchen Trieben können bereist sie Blütenknospen entfernt werden, um nicht unnötig Kraft zu vergeuden.


Frage:

Können sie mir sagen ob es sich um Flach- oder Tiefwurzler handelt?

Antwort:
Pfirsiche haben ein ausgedehntes Wurzellsystem. Sie wachsen sowohl in die Tiefe, also auch in die Breite. Ausgewachsene Bäume haben einen Wurzelteller von etwa 4 Metern. Als Faustregel gilt, das die Wurzeln vom Ausmaß mit der Kronenbreite identisch sind.


Frage:

Können die Pflanzen auch im Kübel gehalten werden? Wie verhält es sich dann mit dem Rückschnitt?

Antwort:
Im Kübel ist der Weinbergpfirsich etwa 3 -4 Jahre zu halten, dann möchte er einen Platz im Garten, wo er sich ausbreiten kann. Pfirsiche sind Flachwurzler. Sie möchten sich zu den Seiten hin ausbreiten. Der Topf verhindert dies und zwingt die Wurzel sich am Topfrand stark zu verzweigen. Auf Dauer würde die Pflanzen kümmern.


Frage:

Wie oft muss ich den Pfirsich schneiden?

Antwort:
Man sollte jedes Jahr die Pflanze schneiden. Die Früchte bilden sich am vorjährigen Holz. Die Pflanzen neigen dazu im unteren Bereich zu verkahlen, wenn die Äste nicht geschnitten werden. Man schneidet also die Leitäste jedes Jahr nach der Ernte auf etwas tiefer angesetzte nach außen wachsende Triebe. So bleibt die Krone vital.


Frage:

Mein Weinbergpfirsich ist dieses Jahr voller Früchte und nun ist ein großer Ast einfach abgebochen, wie kann sowas geschehen? Ist der Baum noch zu retten?

Antwort:
Pfirsiche wachsen sehr schnell. Sie können einen Jahreszuwachs von 80 cm erreichen. Das Holz ist dementsprechend weich. In guten Fruchtjahren können die Äste so voller Früchte sein, dass diese unter der Last brechen oder sich zumindest stark nach unten biegen. Es ist ratsam jedes Jahr die Pflanze zu schneiden, damit dies nicht passiert. Die Früchte bilden sich am zweijährigen Holz. Ich empfehle den gebrochenen Ast sauber abzuschneiden. Der Rest der Krone sollt nach der Ernte stark eingekürzt werden. So kann man eine neue symetrische Krone langsam wieder aufbauen. Im nächsten Jahr wird es jedoch kaum Fruchte geben.


Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich suche einen Weinbergspfirsich, der sollte Samenecht gezogen sein. Meiner Information nach, sollen die für die Kräuselkrankheit weniger empfindlich sein. Vielleicht können Sie mir helfen Mit freundlichen Grüßen

Antwort:
Ja, wir verkaufen Weinbergpfirsich-Pflanzen. Sie sind samenecht. Die Pflanze ist wie die meisten samenechten Pfirsiche wenig anfällig für Kräuselkrankheit. Die Pflanze ist zwei Jahre, etwa 80 cm hoch und trägt nach etwa 4 Jahren.


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