Katzenminzen gehören mit ihrem zarten Blütenflor zu den schönsten Gartenpflanzen.
Sie entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie großzügig gepflanzt werden um Ihre üppige Blütenpracht zu präsentieren. Sie gehören zu den Stauden, erscheinen also jedes Frühjahr wieder nach der Winterruhe.

Zum Katzenminze Ratgeber






Alles über Katzenminze - unser Ratgeber :)


Qualitätskontrolle
Katzenminzen gehören mit ihrem zarten Blütenflor zu den schönsten Gartenpflanzen. Sie entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie großzügig gepflanzt werden um Ihre üppige Blütenpracht zu präsentieren. Sie gehören zu den Stauden, erscheinen also jedes Frühjahr wieder nach der Winterruhe neu. Und wie jedes Jahr sind sie ein klein wenig üppiger geworden.


Grundsätzlich sind alle Sorten sonnenliebend, jedoch sind die Ansprüche an Wasser und Nährstoffe unterschiedlich. Damit man prächtige Pflanzen im Garten hat, sollte die Sorte zum Standort passen.

Katzenminzeblueten
Als Faustregel gilt: graulaubige Katzenminzen mögen es vollsonnig, trocken und warm. Das ist auch bei anderen Pflanzen der Fall, die eine eher graue Blattfarbe haben. Der gräuliche Farbton entsteht durch sehr feine Härchen auf den Blättern, die als Verdunstungsschutz dienen.

Grünlaubige Sorten mögen es eher feuchter, sie können auch gut halbschattig stehen und bevorzugen einen nährstoffreicheren Boden. Die Blätter sind glatt und bieten wenig Verdunstungsschutz. Stehen diese Pflanzen in voller Sonne, haben sie einen höheren Wasserbedarf als ihre graulaubigen Kollegen.

Catnip: Ein Kraut für Katzen

Der Name Katzenminze ist vielleicht etwas irreführend, denn es handelt sich hier nicht um eine Minze. Die Pflanzen gehören zwar zu Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), aber sonst haben sie wenig gemeinsam. Auch besitzt Katzenminze kein Menthol, welches für Minzen doch so typisch ist.
Vielmehr ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öles Actinidin, welches eine so berauschende Wirkung auf Katzen hat. Die Echte Katzenminze hat ein sehr leichtes Minzearoma, wenn man die Blätter in Tee bereitet. Auch sie besitzen kein Menthol.
In einigen Gegenden wird die Pflanze auch Katzenmelisse oder Katzenkraut genannt. Im Englischen und auch oft im Handel: Catnip. Der Verweis auf die Anziehungskraft auf Katzen ist hier gegeben. Das ist jedoch nicht bei allen Arten so. Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) und die Züchtungen Nepeta x fassenii sind bei den Katzen am beliebtesten.

Miezekatze mit Katzenminze
Besonders etwas angewelktes Laub wird ausgiebig beschnuppert, darauf herumgekaut und sich auch drin gewälzt. Das ätherische Öl bewirkt, das die Katzen sich herum rollen oder spielerische Beissattacken über sie kommen, die dann der geliebte Zweibeiner ertragen soll. Meistens ist das auch ganz niedlich und man kommt mit geringen Blessuren davon.
Die Wirkung hält etwa 10 Minuten an. Danach sind sie wieder ganz 'normal'.

Stehen Katzenminzepflanzen im Garten, so suchen die Katzen diese in Abständen auf, um sich diesen kleinen Trip zu gönnen. Die Wirkung scheint jedoch nicht bei allen Katzen gleich zu sein. Einige lässt der Geruch völlig kalt, er ist uninteressant für sie. Dafür stehen sie vielleicht lieber auf Katzengamander oder Baldrian.

Zitronige Katzenminze
Wer zwar Katzenminze, aber keine Katzen im Garten mag, kann zitronig duftende Arten verwenden, wie z.B. 'Odeur de Citron'. Der zitronige Duft ist für Katzen völlig uninteressant und sie ignorieren die Pflanzen.

Wertvolle Insektenpflanze

Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Honig-und Wildbienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf Katzenminzen. Sobald Ende Mai die frühen Sorten, wie die Hohe Katzenminze (Nepeta manchuriensis) blüht, sind sie zur Stelle. Es stellt sich eine Vielfalt an Insekten ein, die alle eifrig Nektar sammeln. Die Hauptblütezeit ist Juni und Juli. Dann summt und schwirrt es im Beet, das es nur so eine Freude ist.

Schwebefliege an Blüte
Schwebefliege an echter Katzenminze

Hier sieht man eine Schwebfliege an der Echten Katzenminze. Schwebfliegen sind auf zweierlei Arten sehr nützliche Insekten. Die Larven fressen Blattläuse und die erwachsenen Tiere sind nützliche Bestäuber. Sie tarnen sich als Wespen oder Bienen, da sie ohne Stachel wehrlos sind. Fressfeinde werden so in die Irre geführt.

Und andere Tiere?
Die ungeliebten Nacktschnecken meiden Katzenminze. Das ist schon sehr schön. Blattläuse kommen jedoch auch auf ihnen vor - wo sind diese auch nicht zu finden? Ansonsten sind Katzenminzen wenig anfällig für Schädlinge.

Historisches

Bereits bei den Römern war Katzenminze beliebt. Sie wurde als Heilmittel gegen Blähungen eingesetzt. Durch die Eroberungszüge jenseits der Alpen kam die Pflanze zu uns. Später wurde sie in Klöstergärten angebaut und verwendet. Hildegard von Bingen und Walafried Starbo beschrieben die Heilwirkung in ihren Schriften.

Katzenminze Wirkung auf Katzen

Bei Katzen wirken einige Arten und Sorten der Katzenminze wie eine betörende Droge. Erst schnuppern sie an den Blättern, sowie Blüten und Stielen, dann kauen auch manchmal darauf herum. Welkes Laub, welches vielleicht auf dem Kompost liegt, ist ebenso interessant.

Katze schnuppert an Katzenminze
Sie wälzen und rollen sich darin. Nimmt man ein Blatt und zerreibt es zwischen den Fingern, so entströmt der typische Katzenminzegeruch. Die Katze findet diesen Duft unwiderstehlich. Sie schnuppert, leckt am Finger und beißt auch vielleicht hinein. Dann reibt sie sich ausgiebig daran. Scheinbar wirkt das Kraut euphorisierend. Dieses Treiben dauert etwa 10 Minuten an.

Danach ist wieder ganz sie selbst. Sie scheint auch keine Nachwirkungen zu haben. Es dauert auch einige Zeit, bis sie wieder zu 'ihrer' Pflanze geht. Dies geschieht frühestens am nächste Tag, dauert aber meistens länger. Auch getrocknete Blätter und Blüten, Spielkissen oder anderes Spielzeug, die mit Nepetaöl getränkt sind, bleiben achtlos liegen. Es scheint so, das sie den Geruch satt haben, ähnlich, wie wenn wir zu viel Schokolade essen. Dann muss auch eine gewisse Zeit verstreichen, ehe diese wieder lecker ist.

Und für die Hauskatze? Spielkissen und Co.

Damit auch Indoor-Katzen in den Genuß kommen, kann man ihnen ab und zu ein paar Katzenminzeblätter mitbringen. Auch gibt es verschiedene Arten von Spielkissen. Einige werden mit getrockneten Katzenminzeblättern gefüllt.
Durch das Spielen und darauf herumkauen werden die Duftstoffe des ätherischen Öles freigesetzt. Andere Kissen haben eine saugende Füllung, die mit Nepetaöl beträufelt wird.
Egal welche Art man den lieben Schmusetieren anbietet, man sollte es nicht übertreiben.
Schlaf und Lieblingsplätze sollten geruchsneutral belieben. Denn wer würde es schon wollen, dass es im Schlafzimmer nach Schokolade riecht?

Was passiert da mit unseren Miezis?

Das ätherischen Öl der Katzenminze setzt sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen. Neben Thymol, Nerol und Geranol, verschiedenen Fettsäuren, Alkaloiden und Flavonoiden sind auch Actinidin und Nepetalacton enthalten. Durch das Zusammenspiel dieser beiden Komponenten kommt es zu dem beschriebenen Verhalten der Katzen.
Diese beiden Stoffe sind übrigens auch im Baldrian enthalten. Hier ist die größte Konzentration in der Wurzel. Man beobachtet auch das gleiche Verhalten des 'Rausches', wenn man Katzen an getrockneter Baldianwurzel schnuppern läßt.

Katze knabbert an Blatt
Actinidin und Nepetalacton sind Alkaloide. Nun ist es bekannt, das die Dosis das Gift macht. Ob es für Katzen wirklich giftig ist, ist bisher nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass dies nicht der Fall ist. Auch sind keine Abhängigkeiten oder anderes Suchtverhalten beobachtet worden. Lassen wir es einfach mal so stehen, das auch Tiere ihren kleinen Genüsse haben, vergleichbar mit uns Zweibeinern die ein Glas Rotwein an lauen Sommerabenden genießen.

Trotzdem bleibt die Frage, warum Katzen so darauf abfahren. Scheinbar ähnelt der Duft dem von weiblichen unkastrierten Katzen. Das Kater dies toll finden ist verständlich. Doch warum wirkt er auch bei Kätzinnen, ob kastriert oder unkastriert? Diese Frage ist leider nicht ganz geklärt. Studien haben belegt, das etwa 50% der Katzen auf Actinidin reagieren. Also bei weitem nicht alle. Ob die Versuchstiere kastriert waren und welches Geschlecht sie hatten, ist nicht belegt.

Katzenminze Spielzeug im Handel

Besonders Indoorkatzen langweilen sich und man ist geneigt, dem Miez etwas Unterhaltung zu bieten. Im Handel werden zahlreiche Spielzeuge angeboten, die zur kurzweiligen Unterhaltung einladen. So gibt es Säckchen aus Baumwolle, die mit einem raschelnden Inhalt gefüllt sind, meistens Plastikstreifen. Rascheln ist ja schon mal ganz interessant, aber noch besser ist es, wenns auch noch verführerisch duftet. Einige Hersteller haben daran gedacht, die Säckchen mit einer verschließbaren Öffnung zu versehen. Man kann hier also getrocknete Katzenminzeblätter einfüllen.
Hat die Katzenminze ausgeduftet, ist eine Neubefüllung also möglich.

An kann diese Spielzeuge auch mit Katzenminzeöl beträufeln. Im Handel wird meist der englische Name 'Catnip' für das Öl verwendet. Als Spray ist es ebenfalls im Handel. Auch kann man in Bällchen gepresste Katzenminze kaufen, die dann in Würfel, Bälle oder andere Behältnisse gesteckt werden. Das Miez kann diese dann herausprokeln.

Haben alle Katzenminzen dieselbe Wirkung?

Einige Katzenminzearten und -sorten sind bei Katzen besonders beliebt. Zu ihnen zählen die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) und die Züchtungen der Nepeta x fassenii Sorten. Sortennamen wie 'Wild Cat' und 'Kit Cat' weisen auf die Wirkung bei Katzen hin. Aber auch alte Sorten wie 'Walkers Low' und 'Six Hills Giant' sind beliebt.

Katzenminze Wild Cat Blüte
Zitronig duftende Sorten wie Nepeta racemosa sind bei Katzen hingegen uninteressant. Sie rühren sie nicht an. Ob in ihnen dieselben Alkaloide enthalten sind und lediglich der Zitronenduft diese übertüncht, ist nicht bekannt.

Wie reagieren Katzenminzen auf die Zuneigung der Katzen?

Ältere Pflanzen, die bereits gut eingewurzelt sind und sich ausgebreitet haben, kommen gut mit den Schmuseattacken zurecht. Abgeknickte Stiele werden toleriert und die Pflanze erholt sich schnell wieder. Ursprünglich bildeten Katzenminzen die Alkaloide, um sich vor Fraßfeinden zu schützen. Damit sind vor allem Insekten und Schnecken gemeint. Dass sie sich irgendwann mit Katzen einem Lebensraum teilen müssen, konnte ja niemand ahnen. Trotzdem halten sie sich wacker.

Jüngere Pflanzen sollten die ersten Wochen eventuell noch etwas geschützt werden. Aus Zweigen und einem Vogelschutznetz kann man für die erste Zeit einen vorübergehenden Schutz bauen. Ist dann die Pflanze kräftig gewachsen, kann man ihn entfernen.
Scheinbar ist bei dem jungen Austrieb im Frühling wenig Alkaloid in den Blättern enthalten, so dass Katzen den Austrieb meistens in Ruhe lassen.

Wirkung der Katzenminze auf Menschen

Hier geht es vor allem um das getrocknete Kraut und den Blättern der Echten Katzenminze (Nepeta cataria). Sie wird als Heilmittel in Form von Tee eingenommen. Man findet sie in Kombination mit Schafgarbe und Schwarzem Holunder in Fiebertees. Sie wird bei Erkältungen und Grippalen Infekten, aber auch Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und nervösen Verdauungsbeschwerden angewendet.

Die Wirkung der Droge ist zusammenziehend, keimtötend, krampflösend und fiebersenkend. Außerdem wirkten die Blätter schweißtreibend und beruhigend. Katzenminzetee wurde bereits im Mittelalter angewendet. Ihre Inhaltsstoffe sind Pulgenol, Geranol, Thymol und Zitronellal.

Katzenminze rauchen?

Es ist auch Möglich Katzenminze zu rauchen. Dazu werden die Blätter getrocknet und diese dann mit Tabak zu gleichen Teilen vermischt. Das Gemisch wird wie ein Joint in Zigarettenpapier gedreht. Da bei Nichtrauchern der Tabak eine unerwünschte Wirkung erzielt, kann man Katzenminze auch in einer Purpfeife rauchen. Die Wirkung wird als leicht halluzinogen beschrieben und hält maximal eine viertel Stunde an. Ähnlich wie bei Katzen scheint es hier keinen Suchteffekt zu geben.

Katzenminze Tee

Auch hier wird die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) verwendet. Der Geschmack erinnert entfernt an Minze mit einer leichten Zitronennote und ein Hauch von Thymian. Das ist an sich nicht verwunderlich, denn das ätherische Öl setzt sich wie bereits beschrieben aus Thymol (kommt ebenfalls im Thymian vor) und Zitronellal (ist auch in Melisse vorhanden) zusammen. Die Inhaltsstoffe ähneln einander, nur die Zusammensetzung und Konzentration unterscheidet sich.

Tee aus echter Katzenminze
Zutaten:
- Wasser
- frische oder getrocknete Katzenminzeblätter
- wahlweise ergänzende Kräuter

Die Teezubereitung ist einfach. Gewöhnlich werden getrocknete Blätter verwendet. Ein Tee aus frischen Blättern, die mit heißem Wasser aufgebrüht werden, ist aber auch ganz köstlich. Man nehme einen gehäuften Teelöffel getrocknete Katzenminze oder einen Zweig von 10 cm Länge, in eine Kanne geben und mit einem viertel Liter heißem Wasser aufgießen. 15 Minuten ziehen lassen. Dann die Blätter entfernen und den Tee vor den Trinken etwas abkühlen lassen. Am besten ungesüßt trinken, denn so entfaltet er sein ganzes Aroma.
Eine Mischung mit anderen Kräutern schmeckt auch ganz famos. Zum Beispiel zu gleichen Teilen Salbei, Zitronenverbene und Katzenminze. Kalter Tee schmeckt auch ganz ausgezeichnet und ist eine willkommene Abwechslung an heißen Tagen.


Katzenminze Pflege im Garten

Katzenminze ist eine sonnenliebende Staude, die es trocken und warm mag. Sie ist salztolerant und ein wahrer Bienenmagnet. Die meisten Sorten erreichen eine Höhe von etwa 60 cm. Einige Sorten erreichen auch einen Meter Höhe. Dürfen sie sich ausbreiten, so nehmen sie in der Breite denselben Platz ein. Katzenminzen können viele Jahre am selben Platz stehen und werden mit der Zeit immer schöner. Haben sie sich ein bis zwei Jahre im Garten etabliert, bilden sie dichte Pflanzbestände, die kaum gepflegt werden müssen.

Junger Blattaustrieb

Abbau und Standort

Katzenminze bevorzugt einen sandigen und humosen Boden in voller Sonne. Sie kommen gut mit Böden zurecht, die ein geringes Wasserhaltevermögen haben. Sie benötigen nur eine geringen Gabe an Nährstoffen. Sie sind dankbar für ein wenig Kompost im Frühjahr.
Der Austrieb erfolgt bereits im März. In warmen Wintern ist er schon im Herbst zu sehen und überdauert klein und von den trockenen Blütenstängeln geschützt bis zum Frühjahr.
Bereits Ende April sind die Pflanzen 20-30 cm hoch und setzen die ersten Blütenknospen an. Die Blüte erfolgt dann Ende Mai. Bis Ende Juli schieben sich immer neue Blüten hervor. Ein Schnitt Anfang August lässt die Pflanzen nochmal austreiben . In warmen Sommern erfolgt dann eine zweite Blüte.

Echte Katzenminze
Echte Katzenminze im Beet

Im Oktober ziehen die Stauden ein. Sie verlieren ihr Laub und nur die kahlen Blütenstängel bleiben stehen. Diese kann man bis zum Frühjahr stehen lassen, denn sie bilden mit angewehtem Laub einen guten Schutz für den zarten Neuaustrieb im Frühling.

Im Topf und Balkonkasten

Wer keinen Garten hat, kann Katzenminze auch gut im Kübel oder Balkonkasten halten. Auch hier sind die Stauden langlebig, sind winterhart und treiben zuverlässig wieder aus.
Je nach Verwendung kann man Katzenminze mit Sommerblumen und Stauden kombinieren. Man sollte bedenken, das viele Sorten deutlich über 50 cm hoch werden. Als Sichtschutz ist das ideal. Auch sind die windstabil.
Möchte man hingegen noch über den Balkonrand schauen können, so kann man niedrige Sorten pflanzen. Hier eignet sich beispielsweise die Geaderte Katzenminze (Nepeta nervosa). Sie erreicht eine Wuchshöhe von 30 cm und passt somit wunderbar in einen Balkonkasten.

Winterschutz

Obwohl Katzenminzen aus dem mediterranen Gebiet kommen, benötigen sie bei uns keinen speziellen Winterschutz. Lässt man die trockenen Blütenstängel im Herbst stehen, so sammelt sich Laub zwischen ihnen und drum herum. Dieses bietet ein perfektes Polster um die zarten Austriebe im Frühling zu schützen. Oft sind sie bereits im März zu sehen. Am besten die Stängel erst abschneiden, wenn die neuen Austriebe 3-4 cm hoch sind. Dann ist es bereits April.
In sehr kalten Lagen erfolgt der Austrieb später. Dann sollte ebenfalls erst das schützende Laubbett entfernt werden, wenn der Neuaustrieb deutlich zu sehen ist.

Auch wer Katzenminze im Kübel hält, braucht die Pflanzen nicht besonders zu schützen. In sehr kalten Wintern wäre allerdings grundsätzlich ein Schutz vor dem Durchfrieren des Topfes ratsam. Hierzu eignen sich Noppenfolie, Jute oder Gärtnervlies.

Düngung

Wie bereits oben erwähnt benötigt Katzenminze nur wenig Dünger. Etwas Kompost im Frühling ist hilfreich, um das Bodenleben zu unterstützen. Etwas Hornspäne begünstigt die Blütenbildung. Sollten die Pflanzen sehr mager stehen und sich die Blätter frühzeitig gelblich verfärben, so ist eine einmalige Düngergabe eines organischen Düngers zu empfehlen. Der Dünger sollte leicht in den Boden eingearbeitet werden. Im Frühling und nach der Blütezeit ist eine Düngergabe am sinnvollsten.

Krankheiten und Schädlinge

Katzenminze sind recht robuste und unanfällige Stauden. Manchmal spielt allerdings das Wetter nicht mit. In regenreichen Jahren kann es vermehrt Mehltau kommen. Echter Mehltau ist blattoberseits , Falscher Mehltau blattunterseits zu sehen. In beiden Fällen ist ein Schnitt bis auf wenige Zentimeter über dem Boden anzuraten. Der Neuaustrieb ist gesund. Sollte es allerdings weiter nass und kühl sein, besteht die Gefahr des erneuten Befalls.
Findige Gärtner basteln sich einen Regenschutz. Dies kann beispielsweise ein alter Regenschirm sein (oder auch ein Neuer). Steht die Pflanze in einem Topf, so kann man ihn an eine überdachte Stelle rücken.

In heißen Jahren besteht die Gefahr des Befalls durch Zikaden. Diese stechen blattunterseits die Zellen an und saugen Pflanzensaft. An der Einstichstelle ist ein heller Fleck zu sehen. Normalerweise übersteht die Pflanze den Befall ohne nennenswerten Schaden. Auch hier kann man die Pflanzen komplett zurück schneiden . Der Neuaustrieb ist grün und gesund.

Verwendung im Garten

Durch ihren zarten Blütenflor eignen sie sich hervorragend als Begleitung von Prachtstauden wie Sonnenhut, Indianernessel, Margeriten und Rosen. Für die zweite Blüte der Katzenminze wären Astern, Kugeldistel und Felberich eine gute Wahl. Durch die blauen Blütenwolken der Katzenminze werden diese hervorgehoben und präsentieren sich in vollem Glanze ihrer Blüten.

Katzenminze Wild Cat Blüte
Sorte 'Wild Cat'

Für diese klassische Staudenkombination eignen sich sehr gut die Sorten 'Grog' und 'Wild Cat'. Sie benötigen etwas mehr Feuchtigkeit und passen daher gut zu den genannten Stauden.

Auch sehr schön ist eine Kombination mit Steppensalbei, Lavendel, Currykraut und Schafgarbe. Diese ist für sehr trockene Standorte an exponierter Stelle geeignet. Auch ist dieses Pflanzenensemble recht salztolerant, so das man es gut an Straßen oder Gehwegen pflanzen kann. Diese Pflanzenkombination ist daher oft im innerstädtischen Bereich an Straßenzügen zu sehen, da sie nur einen geringen Aufwand an Pflege bedürfen. Durch dichtes Pflanzen entsteht kaum Konkurrenz von Wildkräutern. Ein Rückschnitt der Stauden nach der Blütezeit im August lässt die Pflanzen neu austreiben und ein zweites Mal blühen. Für diese sehr heißen Standorte eignen sich die vor allem die Sorten 'Walkers Low' und 'Six Hills Giant'.

Walkers Low
Einige Sorten wie die Zitronige Katzenminze 'Odeur d'Citron' können auch gut im Halbschatten wachsen. Diese Sorte wird nur etwa 40 cm hoch und kann gut höhere Pflanzen umrahmen. Setzt man sie um Blattschmuckstauden wie Funkien in Sorten, dazwischen Anemonen und Fingerhut, so erhält man ein wunderbares, natürlich wirkendes Beet. Ein Standort im lichten wandernden Schatten unter Gehölzen wäre hierfür ideal.

Auch sehr schön ist eine Bepflanzung von Katzenminze zusammen mit einjährigen Blühpflanzen. Besonders in naturnahen Gärten empfiehlt sich eine Aussaat von Ringelblume, Malve, Mohn und Cosmos. Dazwischen und davor können dann in kleinen Inseln Katzenminze stehen, wie z.B. die Sitzende Katzenminze.

sitzende Katzenminze blüht
sitzende Katzenminze

Nach dem Verblühen der Einjährigen im Herbst können diese entfernt werden. Meistens ist schon eine Selbstaussaat erfolgt, so dass im kommenden Frühjahr erneut eine Blütenflor entsteht. Die Katzenminze bleibt im Beet stehen und überwintert dort. Sie treibt im Frühling wieder aus.

Katzenminze vermehren

Die meisten Arten kann man gut durch Aussaat vermehren. Einige Sorten sind steril, da ist eine Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge am besten. Grundsätzlich sind alle Vermehrungsarten einfach und gelingen auch dem Gartenneuling problemlos.

Aussaat

Saatgut von Katzenminzearten gibt es im Fachhandel. Die Aussaat kann im April oder August erfolgen. Das Substrat sollte nährstoffarm sein. Es eignet sich Stecklingssubstrat, welches man in gut sortierten Gartencentern erhält. Man kann auch Erde von frischen Maulwurfshügeln nehmen. Diese ist locker und meistens frei von unerwünschter Wildkrautsaat.

Das Substrat füllt man in kleine Töpfe. Es eignen sich auch Eierpappen, kleine Joghurtbecher mit einem Loch im Boden oder ähnliches. Das Substrat gut andrücken, dann durchdringend Wässern. Darauf dann die Aussaat streuen, die dünn mit Erde abgedeckt werden sollte. Die Töpfchen sollten nun gleichmäßig warm gehalten werden. Bei einer Herbstaussaat können sie draußen stehen. Bei einer Frühlingsaussaat auf der hellen Fensterbank. Die Keimung erfolgt bei 18°C innerhalb von 10 Tagen. Während dieser Zeit sollte die Erde stets feucht aber nicht nass sein.

Sobald die Pflänzchen etwa 5 cm hoch sind und der Wurzelballen sich gut ausgeprägt hat, können sie ins Freiland. Während der ersten Zeit sollten sie nicht austrocknen. Später, sobald die Pflanzen sich an den Standort gewöhnt haben und eine kräftige Wurzel gebildet haben, braucht nur in sehr trockenen Zeiten gegossen werden.

Bei einer Herbstaussaat gehen die Pflanzen im Oktober in Winterruhe. Sie verlieren ihr Laub und man sollte sie etwas schützen. Hierfür eignet sich Laub von Bäumen, Reisig oder auch trockene Stängel von Stauden, die man über die jungen Pflänzchen anhäufelt. So überdauern sie unbeschadet den Winter. Im Frühling treiben sie dann aus und sind bereits groß und kräftig.

Katzenminze Samen selber ernten

Hat man bereits Katzenminzen im Garten, so lässt man diese voll ausblühen und den Samen reifen. Im August und September sind die meistens schwarzen oder braunen Samen reif und fallen oft selbst herunter. Man scheidet die Blütenstängel vorsichtig ab, um ein weiteres herausfallen zu verhindern. Diese werden dann kopfüber in einen Karton gelegt und an einem schattigen, luftigen Ort einige Tage gelagert. Die Saat fällt in dieser Zeit heraus, Reste kann man durch schütteln der Pflanzenstängel gewinnen.

Die Saat ist etwa 5 Jahre lagerfähig. Als Behältnisse eignen sich kleine Gläschen mit Schraubdeckel oder Papiertüten, die zum Schutz vor Schädlingen oder Feuchtigkeit in Plastikdosen aufbewahrt werden können. Das Saatgut sollte an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden.

Stecklinge

Im April und Mai ist die beste Zeit für die Vermehrung durch Stecklinge. Auch hier wird nährstoffarmes Substrat verwendet. Man schneidet die oberen Trieb bis unter das zweite oder dritte Blattpaar.

Stecklinge
frisch geschnittene Stecklinge

Dann steckt man sie so tief in das Substrat, das das unterste Blattpaar im Boden ist. Danach stellt man die Pflanzen an einen warmen schattigen Ort und hält sie feucht. Die Wurzelbildung setzt nach etwa einer Woche ein. Nun können die Pflänzchen etwas sonniger gestellt werden, sie dürfen aber keinesfalls austrocknen. Nach weiteren 3 Wochen können sie umgetopft oder ins Freiland gepflanzt werden.

Teilen

Im März und April ist die beste Zeit zum Teilen der Stauden. Der Austrieb ist noch klein und wird nur wenig Schaden nehmen. Man gräbt vorsichtig den Wurzelballen aus. Dazu umsticht man die Pflanze kreisförmig in einem Abstand von 10 cm. Dann hebt man in etwa Spatentiefe den Wurzelballen aus. Je nach Größe kann er nun in mehrere Teile geschnitten werden. Dazu eignet sich ein scharfer Spaten. In einem Abstand von 30 cm können nun die Teilstück neu eingepflanzt werden. Ein wenig Dünger bei der Pflanzung ist von Vorteil.
In der ersten Zeit gut wässern. Nach einem Monat sind die Pflanzen wieder fest verwurzelt. Sie sind nun verjüngt und blühfreudig.

Rückschnitt der alten Triebe
Rückschnitt der alten Triebe

Katzenminze schneiden

Um die Pflanzen schön und kompakt zu halten, sollten Katzenminze zwei mal im Jahr geschnitten werden. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr, etwa Ende März oder Anfang April. Die trockenen Stängel vom Vorjahr haben nun ausgedient. Der neue Austrieb ist meistens schon zu sehen und möchte mehr Licht und Platz haben. Eigentlich braucht man die Stängel gar nicht zu schneiden, sondern kann sie leicht mit der Hand über dem Boden abbrechen. Das ist von Vorteil, denn somit bleibt der junge Austrieb unbeschädigt.

Der zweite Schnitt sollte im Sommer nach der Blüte im August erfolgen. Die Pflanze sind nun vom vielen Blühen ausgepowert, einige gelbe Blätter schleichen sich ein und die verblühten Triebe sehen eher rustikal aus. Nun kann man getrost alles bis auf wenige Zentimeter über dem Boden abschneiden. Die Pflanzen treiben dankbar wieder mit neuem frischen Grün aus.

Sollten die Blätter in sehr regenreichen Jahren von Mehltau befallen sein, so eignet sich auch hier ein Schnitt bis wenige Zentimeter über dem Boden. Die Pflanzen treiben gesund wieder aus. Bis zum Oktober werden sie in warmen Sommern nochmal ihre volle Höhe erreichen und ein zweites Mal blühen.
Vor dem Winter sollte man die Pflanzen nicht schneiden. Die trockenen Stiele bieten einen guten Platz in denen sich Laub von Gehölzen sammelt. In diesen kleinen Oasen überwintern vorwiegend Marienkäfer und andere nützliche Insekten. Außerdem bieten die kleinen Laubpolster im Frühling Schutz vor allzu starken Nachtfrösten. Der neue Austrieb ist oft schon im März, in denen die Nächte noch empfindlich kalt sein können.

Der zweite Schnitt im Sommer verhindert, das sich die Pflanze von selbst aussäht. Möchte man allerdings die Samen ernten, so sollte man die Blütenstiele bis zum Spätsommer stehen lassen. Ab August am besten täglich vorbei schauen, ob die Samen schon reif sind und dann die Stiele komplett abschneiden und kopfüber in einen Eimer oder Karton halten, damit die Samen herauspurzeln. Der Rückschnitt sollte zu diesem Zeitpunkt weniger radikal sein. Neue Treibe haben sich bereits unter den trocken Stängeln gebildet. Man schneidet also kurz über dem Neutrieb alles Trockene ab.

Von Anja Walessa und Miezi


Was ist Katzenminze?

Wann treibt Katzenminze wieder aus?

Was ist der Unterschied zwischen Katzenminze und Minze?

Ist Katzenminze winterhart? Braucht sie einen Winterschutz und wenn ja, wie sieht der aus?

Kann ich Katzenminze im Balkonkasten halten?

Kann ich Katzenminze auch zum Kochen verwenden?

Meine Katze reagiert nicht auf Katzenminze. Was habe ich falsch gemacht?

Ich habe eine Indoorkatze. Kann ich Katzenminze auch im Zimmer halten?

Meine Katzenminze hat so komische gebogene Fäden beim Austrieb. Was ist das und kann ich die Abschneiden?

Muss ich die verblühte Katzenminze im Herbst zurück schneiden? Und wenn ja wie tief?

Was ist beim Rauchen von Katzenminze zu beachten?



Sie haben auch eine Frage? Dann schreiben Sie uns eine Mail.
Hier klicken