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Pimpernuss (Pflanze)

Pflanze im 1 Liter Topf
Artikelnummer: ST29

Die Pimpernuss ist ein heimischer Strauch, welcher vielerorts ausgestorben ist und auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Nüsse schmecken ähnlich wie Pistazien.

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Staphylea pinnata

Die Pimpernuss ist ein heimischer Strauch, welcher vielerorts ausgestorben ist und auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Nüsse schmecken ähnlich wie Pistazien.

Der Strauch wird etwa 2-3 m hoch und 2 m breit. Bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung sind die ersten Nüsse zu ernten. Diese liegen zu 4-6 in blasenförmigen Fruchtkapseln. Sind die Nüsse im September reif, so lösen sie sich von der Kapselwand und klappern oder pimpern beim Schütteln. Die unreifen Nüsse können im Juni mit der noch weichen Schale gegessen werden.

Reife Nüsse sind etwa einen Zentimeter groß und können am besten mit einem Hammer geknackt werden. Röstet man sie in der Pfanne ohne Fett und tröpfelt danach ein paar Spritzer Soja-Sauce darüber, so entsteht eine leckere Knabberei, die man auch über einen frischen Salat geben kann.

Auch die sehr dekorativen Blütenstände können kulinarisch verwendet werden. Sie sind recht dickfleischig, ähnlich wie Begonienblüten. Man kann sie kandieren und so eine delikate Süßigkeit herstellen. In Georgien wird ein Salat aus den Blüten hergestellt. Diese werden ähnlich wie unser Sauerkraut fermentiert und dann als Salat angerichtet.

Im Garten

Im Garten steht die Pimpernuss gerne in lockeren, tiefgründigen Lehmböden. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist genehm. Die Pflanze hat ein Herzwurzelsystem und liebt nährstoffreiche Böden. In den ersten Jahren braucht der Strauch nicht geschnitten zu werden. Er wächst ovalförmig aufrecht. Sind die Pflanzen für den Garten etwas zu größ geraten, so kann man ihn um ein Drittel kürzen. Pimpernüsse eignen sich nicht für einen Radikalschnitt und man sollte sie nicht auf Stock setzen.

Steckbrief

Botanischer Name Staphylea pinnata
Familie Pimpernussgewächse (Staphyleaceae)
Höhe 2 bis 4 Meter
Standort normaler Gartenboden, halbschattig bis sonnig
Blüte weiß, Mai bis Juni
Synonyme Klappernuss
Winterhärte sehr winterhart

Kundenfragen

Frage:

Wie schnell wächst die Pimpernuss ca. pro Jahr?

Antwort:
Sie hat einen Jahreszuwachs von etwa 20 cm. Dabei ist zu bedenken, das die Pflanze sich erst an den neuen Standort gewöhnen muss. Im Pflanzjahr ist der Zuwachs also geringer. Hat sie sich aber eingelebt und findet gute Wachstums-Bedingungen vor, so kann es in späteren Jahren auch mehr werden. Sie übersteigt jedoch kaum eine Höhe von 5 m.


Frage:

Wie vermehren Sie die Pimpernuss? Brauchen die Samen Frost um zu keimen?

Antwort:
Die Pflanzen werden durch Aussaat vermehrt. Um es zuhause einmal selber auszuprobieren, sollte man frische reife Samen sammeln. Die beste Zeit ist der Oktober. Die Samen sind dann aus den Hüllen gefallen und liegen am Boden. Diese sammelt man auf und legt sie innerhalb der nächsten Tage ein Zentimeter tief in Töpfe mit Erde. Gut wässern. Die Töpfe lässt man über Winter draußen stehen. Durch die Frosteinwirkung werden keimhemmende Stoffe im Samen abgebaut und im Frühjahr keimen sie recht zuverlässig.


Frage:

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Antwort:
Das Frühjahr und der Herbst ist die beste Pflanzzeit. Pflanzt man im Frühjahr, so sollte der Boden vorher leicht gedüngt werden. Bei einer Pflanzung im Herbst auf eine Dügergabe verzichten. zu dieser Zeit nimmt die Pflanze kaum Nährstoffe auf. Hier sollte im nächsten Frühjahr Dünger in den Boden um die Pflanze eingearbeitet werden.


Frage:

Reicht eine Pflanze aus um Früchte zu ernten oder sollte man lieber 2 oder mehr pflanzen. Stichwort Selbstfruchtbar. Danke!

Antwort:
Es reicht wenn man eine Pimpernuss pflanzt. Sie ist selbstfruchtbar. Es ist allerdings immer besser zwei oder mehr Pflanzen zu haben. Die Befruchtung fällt üppiger aus. Hat man im Garten nicht soviel Platz, so kann man auch zwei Pflanzen in ein Pflanzloch stellen. Sie wachsen dann wie ein kompakter Busch.


Frage:

Kann die Klappernuss auch an einem eher schattigen Standort wachsen?

Antwort:
Nein, das ist nicht so gut. Im Schatten fühlt sich die Pflanze nicht wohl. Sie würde kümmern. Vor allem blüht sie nicht und bildet somit auch keine Früchte. Ein halbschattiger Standort, etwa mit Nachmittagssonne, sollte man ihr schon bieten.


Frage:

Verträgt die Pflanze einen Rückschnitt und kann fühlt sie sich auch im Kübel wohl?

Antwort:
Ja, man kann die Pimpernuss zurück schneiden. Man sollte jedoch bedenken, das ein Rückschnitt immer einen Folgeschnitt fordert. Dieser ist bereits im Folgejahr nötig. Besonders nach einem starken Schnitt bildet die Pflanze viele neue Triebspitzen, die sich gegenseitig behindern. Diese sollte man also mindestens zur Hälfte reduzieren. Eine Pimpernuss kann auch für ein paar Jahre im Kübel stehen. Um sich jedoch ganz zu entfalten ist ein Standort im Garten vorteilhafter.


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