Süßlupine (Saatgut)

 ca. 200 Samen
Artikelnummer: LU34s

Die Kerne der Süßlupine sind ein leckerer und vielseitig zu verwendender Eiweißlieferant.

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Lupinus angustifolius

Die Kerne der Süßlupine sind ein leckerer und vielseitig zu verwendender Eiweißlieferant.

Sie ist besonders verträglich, da sie fast keine blähenden Inhaltsstoffe besitzt. Neben hochwertigen pflanzlichen Fetten enthalten die Samen Mineralstoffe, Kalzium, Eisen und Vitamin E.

In der Küche

Süßlupinen können in Suppen, Aufstriche oder als Bratlinge verwendet werden. Als Aufstriche sind sie besonders gut geeignet, da die Kerne etwa zu einem viertel aus Fett und zu 40% aus Eiweiß bestehen. Sie bilden eine halbfeste und streichfähige Konsistenz.

Aufstriche können in vielen Varianten hergestellt werden. Hier lohnt sich auch eine größere Menge, da man sie gut in Gläschen einkochen kann.

Lupinenaufstrich

Das Grundrezept ist ganz einfach. Die Lupinenkerne werden gekocht, im Mixer püriert und nach Belieben gewürzt. Hier drei Varianten ganz unterschiedlicher Geschmacksrichtungen.

Gekochte Süßlupinensamen

Die Basis:
- 250 g Süßlupinen
- Wasser
- ein Teelöffel Kreuzkümmel
- zwei Teelöffel Salz
- 3 Knoblauchzehen
- Saft einer Zitrone

Die Süßlupinenkerne in eine Schüssel geben und mit kalten Wasser der doppelten Menge aufgießen. Beim Quellen verdoppeln sich das Volumen der Lupinen. 24 Stunden quellen lassen, dabei 2-3 Mal das Wasser wechseln, das macht sie bekömmlicher.
Das letzte Einweichwasser ebenfalls wegschütten und die Süßlupinen mit frischem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Wasser sollte etwa zwei Zentimeter über den Kernen stehen. Zwei Stunden ohne Salz kochen. Auch bei diesem Vorgang wird viel Wasser von den Kernen aufgenommen. Eventuell etwas Wasser nachgießen, damit nichts anbrennt.

Das Salz und den ungemahlenen Kreuzkümmel zusammen mit den ganzen Knoblauchzehen zugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Den Knoblauch entfernen, mit Zitronensaft abschmecken und alles abkühlen lassen. Mit dieser Basis kann nun weiter gearbeitet werden. Falls man nicht alles braucht, kann man die gekochten Lupinen einfrieren oder noch heiß in Gläsern abfüllen und diese sofort verschließen. Sie eignen sich auch als Zutat für einen Salat oder als Beilage.

Aufstrich mit Schnittsellerie

Lupinenaufstrich mit Schnittsellerie

7 Esslöffel gekochte Lupinen
3 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Esslöffel milder Obstessig
20 g Schnittsellerie
Salz, Pfeffer

Die Lupinen in einen Mixer geben und mit dem Öl etwa eine Minute pürieren.
Nun die restlichen Zutaten zugeben und eine weitere Minute pürieren.
Kleinere Lupinenstückchen geben dem Ganzen etwas Biss.

Aufstrich mit Paprika

Scharfer Paprika-Lupinenaufstrich

6 Esslöffel gekochte Lupinenkerne
2 Esslöffel Olivenöl
einen Esslöffel Paprikamark
ein halber Teelöffel Sambal Oelek
eine Kirschtomate
Salz

Den Stiel der Tomate entfernen. In einen Mixer erst die Lupinen mit dem Öl pürieren, dann alle weiteren Zutaten zugeben und noch etwa eine Minute pürieren.

Süß-Scharfer Aufstrich mit Paprika

Süß-scharfer Lupinenaufstrich mit Ingwer und Kokos

6 Esslöffel gekochte Süßlupinenkerne
ein gehäufter Teelöffel Kokosöl
ein Stück Ingwer, etwa zwei Zentimeter lang und dick
2 Esslöffel Apfelmus
ein halber Teelöffel mittelscharfes Currypulver
eine Prise braunen Zucker
etwas Salz

Das Apfelmus in einen Topf geben und erwärmen. Ingwer sehr fein schneiden und zugeben. Etwa eine Minute unter Rühren im Mus erwärmen. Vom Herd nehmen, das Kokosöl zugeben und unterrühren, mit Currypulver würzen.
Die Lupinen zusammen mit dem Apfelmus im Mixer eine Minute pürieren. Mit Salz und Zucker abschmecken.

Im Garten

Die Süßlupine ist einjährig. Die Aussaat erfolgt ab Mitte April an einer sonnigen Stelle im Garten. Sie kann direkt in den leicht gedüngten Boden eingearbeitet werden. Am besten breitwürfig aussäen und leicht einharken. Die Samen sollten etwa 2-3 cm von Erde bedeckt sein. Während der nächsten Woche feucht halten. Die Keimung erfolgt innerhalb von 10 Tagen. Um ein kleines Feld von 1 m² anzulegen, benötigt man etwa 100 Lupinensamen.
Lupinen sind genügsame Pflanzen und wachsen nahezu auf jedem Boden. Der Boden sollte tiefgründig und gut Wasser abziehend sein. Ideal ist ein sonniger Standort, damit sich die Blüten und somit die Hülsen gut ausbilden können.

blühende Süßlupinenpflanze


Die Pflanze erreicht eine Höhe von 80 – 100 cm. Die blassblaue Blüte erscheint im Juni und blüht bis Mitte Juli. Die Samenhülsen reifen im August. In jeder Hülse entwickeln sich etwa 5-6 Samen. Sie sind reif, sobald die Hülsen hellbraun sind und bei leichtem Druck aufplatzen. Die Kerne braucht man nun nur noch ein paar Tage nachtrocknen lassen und dann in einem Glas verschließen. Getrocknete Lupinensamen können über 2 Jahre gelagert werden. Der Lagerort sollte kühl, dunkel und trocken sein.

Wie alle Hülsenfrüchte sind auch Süßlupinen ein wertvoller Stickstofflieferant für den Gartenboden. Die Pflanzen leben in Symbiose mit Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln ansiedeln. Folge- und Nachbarpflanzen, sowie das Bodenleben werden so mit lebenswichtigem Stickstoff versorgt.

Die Pflanzen bilden eine Pfahlwurzel, die über einen Meter lang werden kann. So gelangten Nährstoffe auch in tiefere Bodenregionen. Vor allem aber wird der Boden tiefgründig gelockert. Als Folgekultur eignen sich Senf, Feldsalat und Barbarakresse.

Lupinenerzeugnisse

Lupinenkaffee ist ein köstliches Getränk und eine gute Alternative zu entkoffeiniertem Bohnenkaffee. Die Qualität hängt stank vom Röstvorgang ab. Sie sollte genau wie beim echtem Kaffee lange auf niedriger Temperatur erfolgen. Das heißt etwa 40 Minuten bei 180 °C. Da man dies mit den haushaltsüblichen Mitteln kaum bewerkstelligen kann, bleibt es jedem selbst überlassen, einmal eine Röstung von Hand durchzuführen. Selbst gemacht schmeckt ja bekanntlich am besten und Versuch macht klu(ch)g und vielleicht will man es ja auch einfach nur mal selbst ausprobiert haben.

In einer gusseisernen Pfanne werden die Samen der Süßlupine bei möglichst kleiner Hitze solange geröstet, bis sie eine braune Farbe angenommen haben. Sie sollten keinesfalls schwarz werden. Nach dem Auskühlen können sie in einer Kaffeemühle gemahlen werden. Nun kann man sie in einer Drückerkanne oder klassisch im Filter zubereiten. Maßeinheiten und Zubereitung sind hier wie beim Bohnenkaffee.

Eine Portion enthält etwa 200 Samen.

Steckbrief

Botanischer Name Lupinus angustifolius
Familie Schmetterlingsblüher (Legiminosae)
Synonyme Wolfsbohne, essbare Lupine
Höhe 100 cm
Pflanzabstand 20 cm
Standort sonnig
Fruchtreife August
Blüte blau, Juni
Boden/Wasser durchlässig,mäßig feucht
Aussaat April
Winterhärte nein, nur die Samen
Bienenweide ja

Kundenfragen

Frage:

Sind Lupinen giftig?

Antwort:
Es gibt verschiedenen Arten von Lupinen. Die meisten enthalten Alkaloide, die für Menschen und Tiere giftig sind. Die Samen sind bitter und müssen in einem langwierigen Verfahren ausgewaschen werden, um sie zu verzehren. Ausnahmen bilden da die Süßlupine und die Andenlupine. Diese Arten sind für Mensch und Tier ungiftig. Süßlupinen sind frei von Bitterstoffen und für die Ernährung bestens geeignet.


Frage:

Wann ernte ich die Samen?

Antwort:
Die Samen sind im August reif. Die Hülsen sind dann hellbraun und springen durch zusammendrücken leicht auseinander. Die Samen sind cremeweiß und purzeln heraus. Die Samen sollten noch eine Woche getrocknet werden. Dazu schüttet man sie am besten auf ein Tablett und lässt sie im warmen Schatten eine Woche liegen. Mehrmaliges Umschichten fördert den Trocknungsvorgang.


Frage:

Wer frisst Lupinen?

Antwort:
Lupinen werden von verschiedenen Wildtieren gefressen. Dazu gehören unter anderem Rehe, Damwild und Kaninchen. Süßlupinen werden als Grünäsung vielerorts ausgesät und liefern den Tieren eine wertvolle Nahrungsquelle, die sie für den Winter brauchen. Es ist unbedenklich, Hauskaninchen Süßlupine zu geben da sie keine Bitterstoffe enthalten. Schnecken mögen die Blätter allerdings auch recht gerne.


Frage:

Kann ich die selbst geernteten Samen nächstes Jahr aussäen und so wieder neue Pflanzen züchten?

Antwort:
Davon ist abzuraten. Lupinen können sich untereinander kreuzen. So kann es zu Mischarten zwischen Süßlupinen und Bitterlupinen kommen. Der Alkaloidgehalt steigt somit in den Pflanzen und ein gesundheitliches Risiko ist vorhanden. Die Folgen nicht nicht kalkulierbar. Man sollte nur Saatgut von Händlern verwenden, die es explizit als Süßlupine oder Lupine/bitterstofffrei (bitterstoffarm) auszeichnen.


Frage:

Hallo Frau Walessa, danke für die ausgezeichneten Infos zur Süßlupine!
Meine Frage:
Welcher Abstand ist bei eigener Samenvermehrung der Süßlupine zum nächsten Standort von Bitterlupinen erforderlich, damit Kreuzungen verhindert werden? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Antwort:
Hallo, das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Lupinen sind sehr kreuzungsfreudig. Da hier Bienen und Hummeln die Befruchtung übernehmen und diese einen Futter-Radius von einem km und mehr haben können, ist es kaum machbar hier sortenrein zu bleiben. Es ist auch von der eigenen Vermehrung abzuraten, da auch bei reinem Süßlupinen-Bestand eine Rückkreuzung stattfinden kann. So können vereinzelt wieder Bitterstoffe in der Saat auftauchen.


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schreibt
Wachsen gut, nur zu wenig Samen bzw. wenig ergiebig (<1 Beet)
schreibt
Leider waren die Schnecken schneller ... sie mochten die Süsslupine
schreibt
Ich habe die Samen etwas zu spät ausgesäht, sie wachsen aber super und ich hoffe sie schmecken.
schreibt
Die Süßlupinen sind prima gewachsen, ich habe viele Samen geerntet. schmecken sehr gut!