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Kirschpflaume (Pflanze)

Pflanze im 1 Liter Topf
Artikelnummer: PR34

Die Früchte der Kirschpflaume sind eher Pflaume als Kirsche und auch mit etwa 3-4cm Durchmesser recht groß für ein Wildobst. Sie sehen Mirabellen ähnlich.

Lieferung ab Ende März 2019

Prunus cerasifera

Die Früchte der Kirschpflaume sind eher Pflaume als Kirsche und auch mit etwa 3-4 cm Durchmesser recht groß für ein Wildobst. Sie sehen Mirabellen ähnlich. Der Geschmack ist säuerlich, mit einem süßlich-würzigen Nachgeschmack und sehr saftig. Man kann ihn als Mischung aus Kirsche und Pflaume bezeichnen. Die Farbe der Früchte kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Sie reicht von gelb über orange bis dunkelrot. Vermutlich ist dies vom Standort abhängig. Die Früchte reifen im Juli und sind sehr saftig. Außer zum Naschen eignen sie sich gut zum Verarbeiten in Marmelade.
Andere gebräuchliche Namen sind Wildpflaume, Myrobalane oder türkische Kirsche.

Kirschpflaumen wachsen als kleinkroniger Baum oder Strauch und erreichen eine Höhe von etwa 4-6 Metern. Sie stehen gerne in sandigem, durchlässigen Boden in sonniger Lage und passen auch gut in eine Wildobsthecke.

Die Kirschpflaume kommt ursprünglich aus dem Balkan und Mittelasien. Sie gelangte durch die Araber nach Europa und durch die Römer nach Deutschland. Mittlerweile gilt sie als eingebürgert. Man findet sie an Böschungen, hohen Flußufern und auf feuchteren Ruderalflächen. Sie gilt als Ahnin der Pflaumen in Europa.

Ernte und Verwendung in der Küche

Die Früchte der Wildpflaume reifen ab Juli, sie können gelblich, orange oder rot gefärbt sein. Sie sind leicht zu pflücken und ein paar Tage im Kühlschrank haltbar.
Die Früchte sind auf vielfältige Weise zu verarbeiten und passen als Kuchen und Desserts genauso gut wie zum Chutney oder in eine asiatische Gemüsepfanne.

Steckbrief

Botanischer Name Prunus cerasifera
Familie Rosengewächse (Rosaceae)
Höhe 4-6 Meter
Fruchtreife Juli-August
Standort sonnig
Blüte weiß, April
Bienenweide ja
Synonyme Wildpflaume, Türkische Pflaume, Myrobalane
Winterhärte ja

Rezepte

Kirschpflaumencreme

Kirschpflaumencreme

30 Kirschpflaumen
150 g Joghurt
100 g Sahne
ein Esslöffel Rohrzucker (oder mehr für Süßmäulchen)

Die Pflaumen in einen Topf geben und bei kleiner Hitze zum Kochen bringen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen und dann den Topf vom Herd nehmen. Die Früchte auskühlen lassen.

Es ist ratsam genau die Früchte vorher zu zählen da nun die Kerne aus den weichen Kirschpflaumen geholt werden müssen. Man sucht nun also 30 Kerne heraus und püriert den die nun kernlosen Früchte. Das Mus für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Joghurt und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Sahne steif schlagen. Das nun kalte Fruchtmus zum Joghurt geben und unterrühren. Nun die Sahne vorsichtig unterheben. In Portionsschälchen füllen und bis zum servieren in den Kühlschrank stellen. Die Creme schmeckt am besten, wenn man sie etwa eine Stunde durchziehen lässt.



Die Früchte lassen sich schwer vom Stein lösen - am besten schmecken sie sowieso frisch vom Strauch.
Bei der Herstellung von Kompott oder auch Marmelade müssen die Früchte erst gekocht werden, um sie weich zu machen um so die Kerne besser entfernen zu können.

Kirschpflaumenkompott

Kirschpflaumenkompott

Für 4 Portionen

50 Kirschpflaumen (genau zählen, lieber zwei Mal nachzählen)
Zucker nach Belieben (geht auch ganz ohne)
Die Kirschpflaumen mit dem Zucker (oder ohne Zucker) in einen Topf geben und bei kleiner Hitze zum Kochen bringen.
5 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

Nun 50 Kerne aus dem Mus herausfischen. Mit dem Zauberstab die Früchte pürieren und bis zum Servieren kalt stellen.
Lecker zu Eis, Pudding oder Griesbrei.

Die Herstellung erscheint vielleicht ungewöhnlich, ist aber die mit dem geringsten Verlust an Fruchtfleisch und am sparsamsten. Es ist auch möglich die gekochten Früchte mitsamt den Kernen durch ein Sieb zu passieren, aber diese Methode ist recht zeitaufwändig und mühsam.

Boden und Standort

Damit die Kirschpflaume üppige Früchte ausbringt, ist ein sonniger Standort ideal. Sie sind auch mit dem Halbschatten zufrieden. Hier reifen die Früchte etwas länger, sind aber genauso lecker. Der Boden sollte humos und tiefgründig sein, sie ist aber nicht besonders anspruchsvoll. Sie gedeiht auch auf Lehmböden. Im Gegensatz zu Kulturpflaumen kommen Kirschpflaumen auch mit schweren oder trockenen Böden zurecht. Etwas Kompost im Frühjahr ist von Vorteil. Die Pflanzen vertragen Trockenheit recht gut.
Wildpflaumen sind selbstfruchtbar, aber eine Kreuzbefruchtung mit einer zweiten Pflanze führt zu höheren Erträgen.

Rückschnitt

Wie die meisten Wildobstgehölze braucht die Pflanze keinen Schnitt. Lässt man sie frei wachsen, entwickelt sich ein einstämmiger, kleinkroniger Baum. Die Pflanze kann auch als Strauch gezogen werden. Dazu wird der Leittrieb entfernt, so dass die Pflanze Nebentriebe ausbildet. Sie verträgt einen starken Rückschnitt. Die Blüten und Früchte erscheinen am alten Holz. Man sollte also bedenken, das nach einem starken Schnitt im Folgejahr keine Früchte zu erwarten sind.
In der freien Landschaft werden Wildobsthecken alle 5-6 Jahre 'auf Stock gesetzt', also bis etwa einen Meter herunter geschnitten. Dies vertragen die Pflanzen problemlos.

Überwinterung/Winterhärte

Die Kirschpflaume kommt bei uns problemlos durch den Winter ohne besonderen Schutz. Sie ist ein heimisches Gehölz und prima an unsere Winter angepasst. Auch außergewöhnlich kalte oder lange Winter werden gut vertragen.

Vermehrung

Kirschpflaumen können aus Kernen gezogen werden. Am besten frische Kerne in einen Topf mit Substrat stecken und diesen mäusesicher draußen überwintern. Durch die Frosteinwirkung werden keimhemmende Stoffe abgebaut. Im Frühjahr keimen die Kerne im April oder Mai.
Eine zweite Variante ist die Vermehrung durch Steckhölzer. Hierfür werden im Dezember die diesjährige Triebe an der Basis geschnitten und auf 4-5 Augen oberhalb des Schnittes eingekürzt. Nun steckt man sie bis auf ein Auge in ein lockeres Stecksubstrat in einen Topf. Gut angießen und bis zum Frühjahr kühl und frostfrei überwintern. Der neue Austrieb erscheint am oberen Auge im März oder April. Zeitgleich hat sich eine Wurzel gebildet. Ist der Wurzelballen kompakt und gut ausgeprägt, kann die kleine Wildpflaume weiter im Topf mit nährstoffreicheren Substrat kultiviert werden, bis sie ab Mitte Mai an den Ort ihrer Bestimmung gepflanzt werden kann.

Wissenswertes: Wildobsthecke

Eine Wildobsthecke vereint das Schöne mit dem Nützlichen. Sie präsentiert zu unterschiedlichen Zeiten Blüten und Früchte. Gerade die uneinheitlichen Wuchs- und Blattformen lassen eine Wildobsthecke den Garten lebendiger erscheinen.

Nahrung und Schutz für heimische Tiere

Die Früchte im Sommer und Herbst dienen vorzugsweise den Vögeln, Insekten und Kleinsäugern als Nahrung. Dem Liebhaber von ursprünglichem Obst jedoch locken sie mit einer Fülle von unterschiedlichen Früchten und deren herrlichen Geschmacksrichtungen.
Eine Wildobsthecke setzt sich aus Gehölzen zusammen, die einen hohen ökologischen Nutzen haben. Die meisten Arten sind heimisch oder eingebürgert und dienen unserer Tierwelt als Nahrung, Schutz und Wohnstätte.

Welche Pflanzen für die Wildhecke?

Geeignete Wildobstarten sind die Kupfer-Felsenbirne, Kornelkirsche und Schlehe. Es finden sich auch Kirschpflaume, Weißdorn, Wildapfel, Aroniabeere und Maulbeeren in den Hecken. Die Höhe einer Wildobsthecke beträgt 2 und 3,50 m. Sie ist gut schnittverträglich, kaum anfällig für Schädlinge und eine Bereicherung für den naturnahen Garten.

Kundenfragen

Frage:

Kann man Kirschpflaumen aus dem Kern ziehen?

Antwort:
Ja, das geht sehr gut. Kirschpflaumen sind kernecht. Man sammelt die Kerne sobald das Fruchtfleisch drum herum verzehrt ist und sät sie möglichst zeitnah in einen Topf mit Substrat. Die Kerne sollten nicht austrocknen vor dem aussäen, also am besten gleich in den Topf damit. Sie sollten einen Zentimeter mit Substart bedeckt sein. Nun stellt man den Topf mäusesicher nach draußen. Ausgediente Vogelkäfige eignen sich gut.

Die Töpfe bleiben den ganzen Winter über draußen und sind der Witterung ausgesetzt. Bei Trockenheit auch mal Gießen. Keimhemmende Stoffe werden in dieser kalten Zeit abgebaut und im Frühling keimen die Kerne zu etwa 80 %. Es sollten also schon ein paar mehr ausgesät werden, um auch ein gutes Ergebnis zu erziehlen. Sind die Pflänzchen 10 cm hoch gewachsen, können sie in nahrhafte Erde gepflanzt werden. Nachdem der Wurzelballen gut ausgebildet ist, darf nun die schönste der kleinen Kirschpflaumen in den Garten gepflanzt werden. Die übrig gebliebenen kann man ja großzügig verschenken.


Frage:

Unterschiede Mirabelle und Kirschpflaume?

Antwort:
Die Mirabelle ist eine Unterart der Pflaume. Sie ist aus der Kreuzung aus der Kirschpflaume und der Schlehe entstanden. Die Mirabelle blüht Mitte- Ende April. Die Früchte sind gelb und im August reif. Die Kirschpflaume ist eine eigene Art, also nicht durch Kreuzung entstanden. Die Blütezeit ist Mitte März, also einen Monat vor der Mirabelle. Die Früchte sind orange-rot, je nach Standort und reifen im September. Geschmacklich ähneln sich die Früchte. Dies variiert aber je nach Standort. Beide lassen sich schwer vom Kern lösen.


Frage:

Hat die Kirschpflaume Dornen?

Antwort:
Die Wildpflaume besitzt dornenähnliche, harte Verdickungen an den älteren Zweigen. Diese sind nicht spitz, man kann sich aber trotzdem wehtun. Die Wehrhaftigkeit der Pflanze ist aber nicht so gravierend wie etwa bei der Schlehe.


Frage:

Warum haben manche Exemplare rote Blätter?

Antwort:
Es gibt Sorten, die auf rote Blätter oder größere Früchte gezüchtet wurden. Besonders im Herbst machen die Blätter eine gute Figur. Auch die Früchte sehen sehr schön aus, bieten aber nicht den Geschmack, den die Wildart auszeichnet. Möchte man einen leckeren Wildobstbaum im Garten haben, so ist immer die Wildart zu empfehlen.


Frage:

Sollte man die Pflanzen zurückschneiden? Falls ja, wie und wann?

Antwort:
Man braucht die Sträucher nicht zu schneiden, sie erreichen allerdings eine Höhe von 4 m und mehr.
Ist eine Pflanze mal zu groß für den Garten geworden oder möchte man es bei der Ernte leichter haben, so kann man die Pflanze gefahrlos herunter schneiden. Sie verträgt Rückschnitte bis auf einen Meter. Sie treibt dann allerdings um so stärker wieder aus, um zu zeigen, wer hier das Sagen hat. Es ist also zu empfehlen, sie ähnlich wie andere Obstgehölze alle Jahre mäßig zu schneiden. Als Vorbild dient hier der Schnitt bei Pflaumenbäumen.


Frage:

Kann man Kirschpflaumen auch im Topf halten?

Antwort:
Ja, ein paar Jahre kann man sie in einem Kübel halten. Eine regelmäßige Düngung ist dann ratsam. Nach 5-6 Jahren ist jedoch der Wurzelballen so stark, das eine Pflanzung in freier Erde der Pflanze besser bekommt. Dort kann sie sich ausbreiten und fruchtet auch reichlicher.


Frage:

Ich würde gerne eine kleine Hecke mit Wildpflaumen setzen, ist dies möglich?

Antwort:
Ja, das geht sehr gut. Ein Abstand von 1,50 m ist ideal. In dem ersten Jahr sollte man lediglich den Leittrieb entfernen, damit die Pflanzen buschiger werden. Ein weiterer Schnitt ist dann nicht mehr nötig. Sollte die Hecke dann doch mal zu hoch geworden sein, kann man sie gut zurückschneiden. Die Pflanzen sind schnittverträglich und treiben zuverlässig wieder aus. Man kann die Hecke auch in einer gewünschten Höhe halten und diese jährlich schneiden. Hierbei solle möglichst sparsam von den Seitentieben geschnitten werden, um den Fruchtbehang nicht zu beeinträchtigen.


Frage:

Ich habe am Wegesrand Steine der wilden Pflaume gesammelt, wie gehe ich nun am besten vor um kleine Wildpflaumen zu bekommen?

Antwort:
Am besten steckt man sie in einen Topf mit Substrat und stellt diesen mäusesicher nach draußen. Über den Winter werden nun keimhemmende Stoffe in den Kernen abgebaut. Die Keimung findet dann im darauffolgenden Frühjahr statt. Je frischer die Kerne sind, desto größer der Erfolg. Sobald der Wurzelballen sich kräftig ausgebildet hat, können die Pflanzen ins Freiland gepflanzt werden.


Frage:

Ist die Pflanze selbstfruchtend? Und wenn nicht, in welcher Entfernung muss eine Befruchterpflanze stehen?

Antwort:
Kirschpflaumen sind selbstfruchtbar und brauchen eigentlich keine Bestäuberpflanze. Es kommt aber zu besseren Ertägen, wenn eine Kreuzbefruchtung mit einer anderen Pflanze stattfindet. Man kann sie im Abstand von 5 bis 50 m stellen. Sie müssen nicht nebeneinander stehen. Es macht nichts, wenn ein Gebäude zwischen den Pflanzen steht. Man kann auch eine andere Sorte pflanzen. Im Handel gibt es beispielsweise rotlaubige Kirschpflaumen, die auch dunklere Früchte ausbilden.


Frage:

Muss der Strauch auch geschnitten werden, oder kann ich ihn einfach so wachsen lassen?

Antwort:
Die Wildpflaume benötigt keinen Schnitt. Ist genug Platz vorhanden breitet sie sich aus und verzweigt sich selber zu eine ertragreichen Pflanze. Ist sie doch irgendwann zu groß geworden, kann man die gut zurück schneiden. Sie treibt zuverlässig wieder aus. Ein sehr starker Rückschnitt bis auf einen Meter bedeutet, dass man im Folgejahr auf Blüten und Früchte verzichten muss.


Frage:

Kann man Kirschpflaumen auf den Stock setzen?

Antwort:
Ja, das ist möglich. Sie können auf etwa einen Meter zurück geschnitten werden. Der Austrieb im Folgejahr ist dann meistens sehr stark, mit vielen Trieben, die aus den oberen Augen sprießen. Um einen schönen Habitus zu bekommen, sollte man diese auf einen Trieb reduzieren, da sonst die Pflanze eher einem Besen ähnelt. Schneidet man etwas gemäßigter, so ist der neue Austrieb auch nicht so stark.


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schreibt am
Das Bäumchen wächst schön ich bin zufrieden. Kann ich nur weiter empfehlen
schreibt am
Die Pflanze ist in einem sehr guten Zustand bei mir angekommen, sie hat bis jetzt allen Witterungsunbilden standgehalten und ist dabei auch noch gut gewachsen. Ich bin sehr zufrieden.