Das Arboretum Ellerhoop wurde 1943 gegründet und umfasste damals 3,5 ha. Mittlerweile ist die Fläche auf 17,3 ha angewachsen. Die anfängliche Gehölzsammlung ist mittlerweile dank der freiramplanerischen Tätigkeit von Prof. Hans-Dieter Warda, der ehrenamtlich das Arboretum leitet, zu einem Gesamtkonzept gereift, in dem Naherholung, Bildung und Ökologie die Schwerpunkte bilden.
In dem unter Denkmalschutz stehende Münsterhof mit angrenzendem Bauerngarten mit Stockrosen verschiedenster Farben befindet sich ein Café, in dem ländliche Obstkuchen und Kaffee gereicht werden.
Ein unvergesslicher Anblick liefert der Arboretum-See mit Sumpfzypressen (Taxoium distichum). In ihrer Heimat Nordamerika können sie 1000 Jahre alt werden. Dagegen sind diese hier Babys, aber auch diese haben mitterweile 15 m Höhe erreicht.
Die gleiche Faszination ist im Winter zu erleben, wenn die sommergrünen Bäume sich als kahle Gestalten im Wasser spiegeln.
Das Arboretum bietet zu jeder Jahreszeit Attraktionen. So sieht man im Frühling den Stinkenden Riesenaronstab (Lysichiton americanus) nur für wenige Wochen blühen.
Im Juli blühen auf dem Arbotetum-See in großer Zahl Lotos (Nelumbo nucifera). Wenn man genau hinhört, kann man den Vorgang der Guttation hören. Die Pflanzen geben Wasser durch die Blätter ab, welches sich in der Blattmitte sammelt. Man hört ein leises Blubbern, wenn das Blatt so voll Wasser ist, das die Blattöffnungen mit Guttationswasser bedeckt sind.
Im asiatischen Teil werden große Bestände verschiedener Bambusarten gezeigt, die teilweise dschungelartig eingewachsen sind. Die wild anmutende Bambuspflanzung wird durch die geometischen Formen der Baulichkeiten unterstichen.
Diese Kiefer wurde mit viel Aufwand aus dem Landkreis Rotenburg hierher umgepflanzt. Sie war bei der Umpflanzung bereits 90 Jahre alt und wog an die sieben Tonnen. Das der Baum die Reise und das neuerliche Anwachsen gut überstanden hat, kann man hier sehen.
Ein wahres Wunderwerk der Natur steht etwas abseits und ist am Besten unbelaubt zu bewundern: der Mistel-Ahorn. Man sieht auf dem Bild die grünen Mistelzweige, die den Wirt völlig umschießen. Wenn man sonst Mistelnester von einem Meter Durchmesser sieht und glaubte, die wären schon recht groß, dann wird man hier eines Besseren belehrt.
Außer der Gehölzsammlung sind ebenso vielfältig Stauden und Einjährige zu bewundern. Ein bäuerlicher Gemüsegarten bietet ein idyllisches Plätzchen aus vergangener Zeit.
Auf dem anschließenden Getreidefeld sind außer Reis alle Getreidearten angepflanzt und man kann die Unterschiede sehr deutlich zu sehen.
Der Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist ein typischer Sonnenanbeter und öffnet die Blüten im Hochsommer. Diese werden von Bienen und Schmetterlingen reichlich besucht.
Seit 2008 ist eine neue Attraktion hinzu gekommen. Der Bernsteiniglu zeigt unter dem Thema ‘Faszination Bernstein-Das Gold der Bäume’ die Entstehung von Bernstein.
Fazit: Das Arboretrum Ellerhoop ist eine Sehenswürdigkeit und auf jeden Fall einen Besuch wert.