Palmkohl ‚Nero di Toscana‘

Dieses Jahr habe ich beschlossen, mehr Wintergemüse an zu bauen. Neben den leckeren Herbstrüben und Bremer Scheerkohl gibt es nun auch Palmkohl oder Federkohl im Garten. Die Sorte ‚Nero di Toscana‘ kommt wohl ursprünglich aus Italien. Er ist genau wie der Grünkohl aus dem Gemüsekohl entstanden und braucht ebenfalls Frost, um seine Bitterstoffe ab zu bauen und in Stärke zu verwandeln. Nun, in der Toscana friert es sicherlich auch mal, aber ein paar Nachtfröste im Oktober reichten nicht aus, um diesen Kohl süß zu machen. In der Literatur steht, dass diese Art Kohl aus Griechenland kommt, aber ich vermute mal, das es sich dabei eher um Spielarten des Gemüsekohls handelten und die Form des Palmkohls erst in Italien entwickelt wurde. Trotzdem stell sich immer noch die Frage nach den Frösten, die bei uns ja kein Problem sind.


Der Anbau von ‚Nero di Toscana‘ verlief sehr gut. Die Kultur dauert recht lange und ist ähnlich wie beim Grünkohl. Im Mai habe ich ausgesät und nun sind die Pflanzen 60 cm hoch. Keine Läuse oder ähnliches Getier. Während dieses Jahr der Rosenkohl so gar nicht geworden ist und eher an Markkohl erinnert mit miniwinzigen Röschen, prunkt der Italiener üppig und ausladend.
Die Zubereitung ist klassisch und eher die deftige Variante. Von drei Pflanzen die oberen. Wipfel und Blätter ergeben etwa 500 g. Blätter klein schneiden und mit Zwiebeln und Fleisch, Wurst oder Pinkel zwei Stunden schmoren. Der Geschmack ist dem vom Grünkohl ganz ähnlich, aber eben nicht ganz. Nero di Toscana schmeckt kohliger. Man hat eher das Gefühl, es handelt sich um ein Wildgemüse.

Die ganze Pflanze ähnelt zwar dem Grünkohl, aber sie ist zierlicher, die Blätter sind feiner und schmaler.

Ein Gedanke zu „Palmkohl ‚Nero di Toscana‘

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