Kochen mit Zitronenverbene

Das Besondere an Zitronenverbene ist ja der Geschmack nach Zitrone, wie der Name schon sagt. Sie schmeckt zwar zitronig, aber eben nicht genau wie Zitrone. Sie hat das einmalige Aroma der Zitronenverbene. Üblicherweise wird sie in Tees verwendet. Heißes Wasser drauf, 15 Minuten ziehen lassen und lecker.

Zitonenberbenencreme-1

Wie entlocke ich der Zitronenverbene ihr Aroma?
Möchte man nun festen Speisen das leckere Aroma der Zitronenverbene verleihen, so ist die wirkungsvollste Methode der heiße oder kalte Auszug. Dabei werden die Blätter in einer meist heißen Flüssigkeit wie Milch, Butter oder Öl gelegt. Hier ziehen sie etwa eine Stunde und geben so ihr Aroma an das sie umgebende Medium ab. Nach dem Abseihen kann man die Flüssigkeit verwenden und sie mit anderen Zutaten mischen.

Hier nun ein simples und leckeres Dessert:
Zitronenverbenencreme
für 2 Portionen

200ml Milch
6 g Zitronenverbenenzweige, frisch
5 Esslöffel Joghurt
1 Teelöffel Agar Agar
2-3 Esslöffel Honig, je nach Süßmäulchen
150 ml Sahne

Die Milch zum Kochen bringen und die Zitronenverbenenblätter hineingeben. Vom Herd nehmen und eine Stunde ziehen lassen. Abseihen. Agar Agar einrühren, Honig einfließen lassen und nochmals erwärmen, aber nicht kochen.
Joghurt esslöffelweise zur Milch geben und umrühren – nicht umgekehrt! Bei Agar Agar immer Kaltes in Heißes mischen. Etwas abkühlen lassen, am Besten für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Die Sahne steif schlagen und unter die Masse heben. Im Kühlschrank 5 Stunden kalt stellen. Eine Kiwi schälen und in Scheiben schneiden, auf einem Teller anrichten und mit je einem Teelöffel der Zitronenverbenencreme garnieren.

Verdoppelt man das Rezept, so kann man es als Kuchencreme, ähnlich wie eine Käsesahnetorte verwenden.

Rührt man die Sahne ein statt sie als Schlagsahne unter zu heben, kann man es wie ein Eis in den Kühlschrank stellen. Während der nächsten 5 Stunden etwa alle halbe Stunde umrühren.

Statt Joghurt kann man Quark, Sojaquark oder Kefir verwenden.

Die Variationsmöglichkeiten sind vielfältig.

Warum  so aufwändig?
Vielleicht stellt sich an dieser Stelle dem einen oder anderen die Frage, wieso man nicht einfach die Blätter kleinschneidet und sie in den Joghurt mischt, wie man zum Beispiel mit Minze oder Melisse tun könnte. Der Grund dafür liegt in der Zusammensetzung der ätherischen Öle.  Diese sind sehr flüchtig und man bindet sie am besten in einem flüssigen Medium. Am besten eigenen sind heiße Flüssigkeiten oder solche die fett- oder akoholhaltig sind. Milch ist fetthaltig und eignet sich daher gut als Medium. Wichtig ist das rechtzeitige Entfernen der Blätter. Belässt man diese über mehrere Stunden im Medium, so beginnt ein Oxidationsprozess. Der Geschmack ändert sich ins leicht faulige.

 

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