Staketenzaun

Heute gehts um die Errichtung eines Staketenzaunes. Diese Zäune sind aus Kastanienholz, um genauer zu sein aus gespaltener Edelkastanie und passen zu traditionellen wie auch modernen Gebäuden.

Beziehen kann man diese Art von Zäunen beim Atelier Wood Art. Hier soll der Staketenzaun neben einem renovierten Niedersächsischen Zweiständerbauernhaus stehen.

Es soll ein Gehege für Kaninchen entstehen, die wohl besonders hoch springen können. Es wird also ein Zaun von 1,50m Höhe benötigt. Im Hintergrund sieht man noch den alten Auslauf. Der wird später entfernt, wir bauen den Zaun drumherum. Das Areal umfasst etwa 40m². In der Mitte soll das Karree geteilt werden. Also erst mal den ganzen Krempel abladen und ein bisschen überlegen, wie man es am Schlausten anstellt.


Zunächst werden sie Stellen markiert, an denen die Zaunpfähle stehen sollen. Mit dem Erdbohrer Löcher bohren und die Pfähle hineinstellen. Die Zaunpfähle sind ebenfalls aus Edelkastanie und 2m hoch.

Dann mit der Handramme die Pfähle in den Boden rammen. Es ist ratsam Mickey- Mäuse zu tragen, denn das Rammen ist ganz schön Laut. Die Pfähle sollen etwa 50 cm im Boden stehen. Hier ist es weicher Boden, aber es ist trotzdem eine schweißtreibende Angelegenheit.

Derweil werden wir von Seidenhühnern beobachtet, die neben dem neuen Kaninchengehege wohnen. Tja, so ein Neubau macht Lärm und man muss ja schließlich wissen, was da so alles passiert. Außerdem muss man nochmal klarstellen, das es hier ja wohl sonst niemanden mit solch einer ausgefeilten Frisur gibt.

An den Ecken des Karrees werden die Zaunpfähle mit Streben verstärkt, um die Scherkräfte zu tragen und dem Ganzen Festigkeit zu geben. Zuerst wird unten eine Kerbe geschnitten und die Strebe so angehalten, dass man mit dem Bleistift anreißen kann, in welchem Winkel geschnitten werden muss. Dann einen zweiten Riss im rechten Winkel für die untere Auflagefläche.

Oben das Ganze nochmal. Erst anreißen, dann zwei Finger breiter abschneiden, rechten Winkel messen und nochmal schneiden.


Dann die Kerbe im Zaunpfahl schneiden. Auch hier wieder zwei fingerbreit unter dem Anriss schneiden.

So, passt!

Nun das Ganze festschrauben, damit nix raus rutscht.


Vorne rechts soll das Tor hin, aber das gleiche Prinzip des Verbandes wird nun auf alle übrigen Ecken angewendet.

Nun wird die erste Rolle Zaun entrollt. Die erste Zaunlatte wird nun am ersten Pfahl festgeschraubt. Bevor man an jedem Pfahl je eine Zaunlatte schraubt, muss der Staketenzaun gespannt werden. Dazu braucht es bei dieser Zaunhöhe zwei Personen. Da ich ja nun fotografiere, muss das Fotomodel hier alles alleine machen. Man benutzt einen Sparten oder ähnliches als Hebel. Der Zaun wird an einer Latte oben, in der Mitte und unten auf diese Weise gespannt.

Fast fertig. Sieht doch schon ganz schön aus. Von innen ist es auch ganz gemütlich. Die Kaninchen finden das hoffentlich auch.

Nun kommt das Tor. Erstmal die Scharniere anschrauben, dann die Hängen anpassen.


Der Rahmen des Tores ist aus Lärchenholz gefertigt. Ganz zum Schluss wird ein Stück Zaun abgeschnitten und auf den Rahmen geschraubt. Zumachen kann mans natürlich auch.


Auf dem Grundstück steht bereits ein Staketenzaun, der vor einem Jahr aufgestellt wurde. Hier kann man sehr schön die farblichen Veränderungen sehen. Das Holz hat eine silbergraue Farbe bekommen und passt sich wunderbar in die Landschaft ein. So wird das neue Kaninchengehege auch bald aussehen.

Anja Walessa

Veröffentlicht von

Mein Name ist Anja Walessa, Jahrgang ’65. Meine Leidenschaften sind Gärtnern, Kochen, Fotografieren und Science Fiction Filme. Außerdem mag ich kleine pelzige Vierbeiner, in erster Linie Katzen.

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