Schlagwort-Archiv: Bauen

Schreibtisch aus Baumscheiben bauen

Nun mal was ganz anderes. Dies ist zwar ein Gartenblog, aber dazu gehört ja auch das am PC sitzen und Schreiben. Einen richtigen Schreibtisch hatte ich bisher nicht. Ein ausziehbarer Esstisch hatte bisher diese Funktion. Der Vorteil war, das er 2,20 lang war und ich also riesig Platz hatte. Viel Platz führt allerdings dazu, das er immer mit Büchern und Kram vollgemüllt war.

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Holzmonster aus dem Osterfeuer

Osterfeuer sind einfach toll. Ich meine nicht solche, wo man Leute trifft, die man nicht kennen will und die an Bier- und Würstchenbuden rumstehen, sondern private Osterfeuer. Diese bieten zudem ganz andere Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel große Baumstümpfe ins Feuer legen, bei denen lediglich die äußere Schicht verkokelt. Heraus kommt eine Riesenschnecke- oder Saurierkopf.

Am nächsten Morgen rauchte das Feuer noch und die Holzmonster waren noch recht heiß. Die Struktur und Farben, die sich entwickeln sind schon Kunstwerk genug.

Im Laufe des Tages kühlten sie aus und sie konnten bearbeitet werden. Heraus kam die Begegnung der anderen Art.

Tja, sieht doch E.T. recht ähnlich, oder?


Samenbomben

Die Idee des Guerilla Gardening stammt aus den 80er Jahren. Unter dem Namen ‚Green Guerillas‘ fand sich eine kleine Gruppe New Yorker zusammen und betrieb illegales Gärtnern auf verlassenen Grundstücken in East Village. Sie pflanzten heimlich Sträucher und Blumen, säten robuste Stauden aus und taten dies mit dem romantischen Beigeschmack des Verbotenen. Es waren friedliche Guerilleros, die in der Ära der Revolution gegen Imperialismus und das Establishment hervorgekommen sind. So entstanden die Samenbomben, die niemanden ein Leid zufügen, sondern für eine blühende Stadt sorgen und graue Städte verschönern. An tristen Plätzen wie Parkplatzrandstreifen, blanken Baumscheiben und öden Baulücken können die Samenbomben ausgelegt werden. Sobald es regnet, sprießen die Keimlinge hervor und erfreuen bald mit bunten Blumen.

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Die Kleine Praxis

Ein Gartenhäuschen ist wie eine Sommerresidenz. Hierhin kann man sich zurückziehen oder auch Freunde einladen. Mal was anderen als im Wohnzimmer zu sitzen. Ein Gartenhaus ist eine Erweiterung des Wohnraums und man ist zuhause an einem anderen Ort.

Die Praxis Wortgefühl hat sich den kuscheligen Charakter eines Gartenhäuschens zunutze gemacht und es als Teil der Therapie integriert. Die Patienten gehen durch einen liebevoll gestalteten Garten, in dem ein alter Baumbestand integriert ist. Am Ende des großen Grundstücks steht versteckt und geborgen unter hohen Bäumen eine finnische Kota. Diese Holzhäuser werden zwar traditionell als Sauna oder Schwitzhütte genutzt, aber hier ist die Kleine Praxis eingerichtet worden.

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Staketenzaun

Heute gehts um die Errichtung eines Staketenzaunes. Diese Zäune sind aus Kastanienholz, um genauer zu sein aus gespaltener Edelkastanie und passen zu traditionellen wie auch modernen Gebäuden.

Beziehen kann man diese Art von Zäunen beim Atelier Wood Art. Hier soll der Staketenzaun neben einem renovierten Niedersächsischen Zweiständerbauernhaus stehen.

Es soll ein Gehege für Kaninchen entstehen, die wohl besonders hoch springen können. Es wird also ein Zaun von 1,50m Höhe benötigt. Im Hintergrund sieht man noch den alten Auslauf. Der wird später entfernt, wir bauen den Zaun drumherum. Das Areal umfasst etwa 40m². In der Mitte soll das Karree geteilt werden. Also erst mal den ganzen Krempel abladen und ein bisschen überlegen, wie man es am Schlausten anstellt.

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Winter in der Hobbithöhle

Wie es sich traf, führte mich mein Weg mal wieder ins Auenland und ich habe den Jahreswechsel bei den Hobbits verbracht. In dieser Zeit ist das Reisen recht beschwerlich und mit allerlei Gefahren verbunden, aber mit der geeigneten Ausrüstung und ein wenig Glück bin ich noch vor Anbruch der Nacht am letzten Tag des Jahres angekommen. Auch im Winter ist die Hobbithöhle gut vor neugierigen Blicken geschützt und idyllisch in die Landschaft eingebettet.


Eine neue Lampe ziert nun den Eingang und es ist ein schmucker Türgriff angebracht. Nebenbei bemerkt ist hier wieder sehr schön die Vorliebe der Hobbits für grüne Hosen zu erkennen.


Innen ist die Höhle nun gänzlich fertig gestellt und mit allerlei Figuren zum Schutz gegen böse Geister ausgeschmückt.


Auch das Fenster zum Tal hin ist nun eingesetzt und bunt bemalt.


Mit mir waren noch allerlei seltsame Gestalten aus allen Teilen Mittelerdes angereist. Manche waren nicht immer scharf zu erkennen, da es sich um Geistwesen höherer Sphären handelte, die sich zeitgleich in zwei Welten aufhalten.


Auch trinkfeste Zauberer, die mit allerlei verwegenen Geschichten aus dem mittleren Meere aufwarteten, waren zugegen.


Alles in allem war es einen schöne Zeit die mit dem großen Feuerwerk ihren Höhepunkt erreichte. Allen Bewohnern Mittelerdes wünsche ich ein gutes, erfolgreiches Neues Jahr mit Gesundheit und Wohlstand.



Besucher sind in der Hobbithöhle willkommen. Der Rietzer Berg Landschaft und Kunst Verein empfängt gerne Gäste. Zum Hobbithaus gehts hier lang.

Nette Begrenzung 1

Die Kunst eine Begrenzung wie Mauer oder Zaun in den Garten zu integrieren, ohne das diese allzu dominant wirkt, verlangt einiges Fingespitzengefühl. Im ersten Beispiel dieser Serie wurde eine gelungene Lösung für eine Sitznische an einem Feuerplatz geschaffen. Ein Feuer wärmt bekanntlich nur von einer Seite. Lagerfeuerfreaks wissen, dass man sich zu späterer und kühlerer Stunde auch mal umdrehen muss, um nicht von vorne geröstet zu werden und von hinten zu erfrieren.

Hier wurde eine etwa 1,20m hohe Flechtwand aus Eichenpfählen erstellt, die mit Manilarohr verwoben wurden. Die langen Stäbe ragen fast 2 m hoch.

Diese Wand kann bei Bedarf mit Fellen behängt werden und stahlt die Wärme des Feuers wieder ab. Vor der Flechtwand steht im Sommer eine Bank. Die Aufnahme wurde im Spätherbst gemacht und ich finde die Gestaltung mit den blauen Flaschen sehr gelungen. Sie bringen Farbe in den grauen Dezembertag und bieten einen Kontrapunkt zum organischen Material des Zaunes.

Bau einer Hobbithöhle

An einem schönen Sommertag im August hatte ich das ausgesprochene Glück, bei einem Bau einer Hobbithöhle, auch Smial genannt, dabei zu sein. Hobbits sind, wie man weiß, sehr zurückhaltend Menschen gegenüber, aber ich bin im östlichen Teil des Auenlandes auf eine Spezies getroffen, die sehr freundlich und mitteilsam ist. Diese leben am Rand des Alten Waldes und ernähren sich hauptsächlich von Pilzen und von dem, was sie in ihrem Garten anbauen.


Eine Hobbithöhle ist eine behagliche Behausung und passt sich gut in die Landschaft ein. Von weitem ähnelt sie einem gewachsenen Hügel und erst bei näherem Hinsehen erkennt man die typische runde Tür.

Nun also zum Bau der Höhle.

Als erstes wurde ein Hügel teilweise abgetragen und sechs Betonringe, wie man sie für den Kanalbau verwendet, kreisförmig angeordnet.

Die Zwischenräume wurden mit Feldsteinen ausgemauert und liebevoll mit Nischen und Vorsprüngen versehen, auf die man später seinen Bierkrug setzten kann. Hier wurde schon mal eine Bügelflasche des köstlichen Auenländer Braunbieres probeweise abgestellt.


Ein Ofen darf keinesfalls fehlen, denn die Winter sind besonders in diesem Teil des Auenland kalt. Auch kann man hier gut auf Fäden gezogenen Pilze trocknen.

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