Meerrettich

Jetzt ist die richtige Zeit, Meerrettich zu vermehren. Die Zarten jungen Blättchen sind bereits zu sehen und begrüßen die Sonne. Wer Meerrettich im Garten anbauen möchte, sollte sich den Standort gut überlegen, denn einmal im Boden bekommt man ihn nie, nie wieder heraus. Selbst ein kleines Wurzelstückchen treibt wieder aus und bildet eine große Pflanze. Der Platzbedarf ist aber überschaubar. Eine Pflanze braucht etwa einen Quadratmeter.

Ich habe einen Teil einer einjährigen alten Pflanze ausgebuddelt und in zwei Zentimeter große Teile geschnitten. Die jungen Wurzeln werden Fechser genannt. Im landwirtschaftlichen Meerettichanbau werden die Fechser alle zwei Monate aus dem Boden geholt und die Seitenwurzeln abgeschnitten. Danach werden sie schräg wieder eingepflanzt. So entsteht eine gerade dicke Wurzel. Ich finde es erstaunlich, das bei diesem Aufwand Meerrettich so günstig zu kaufen ist. Zu allem Überfluss wird Meerrettich als einjährige Pflanze kultiviert. Bei Quast Meerrettich GmbH erhält man ausführliche Informationen wie Lagerung und Anbau über diese köstliche Wurzel.

Nun, ich werde mir die Mühe nicht machen und sechs Mal im Jahr die Meerettichwurzeln ausgraben. Ich habe die Wurzelschnittlinge in eine Multitopfplatte etwa einen Zentimeter tief gesteckt. In zwei Monaten können sie ausgepflanzt werden. Bei mir wachsen die Pflanzen so vor sich hin und bilden allerdings recht kleine und verzweigte Wurzeln. Für den Hausbedarf reicht es aber. Ich steche ab und zu ein Stück ab und verarbeite es frisch. Das kann man zu jeder Jahreszeit tun, aber in den Herbst- und Wintermonaten schmeckt er besser.

Anja Walessa

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Mein Name ist Anja Walessa, Jahrgang ’65. Meine Leidenschaften sind Gärtnern, Kochen, Fotografieren und Science Fiction Filme. Außerdem mag ich kleine pelzige Vierbeiner, in erster Linie Katzen.

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