Beste Zeit um Chilis auszusäen

CA05s-Sibirische-Hauspaprika-(10)Und Schwups ist schon wieder Februar, die Tage werden länger und nun wird es höchste Zeit, um die Chilis auszusäen. Für eine erfolgreiche Aussaat benötigt man folgendes:

Aussaatsubstrat
dies sollte feinkrümelig und leicht gedüngt sein, man kann Aussaatsubstrat im Gartencenter kaufen.

Saatgut
am besten natürlich von Gartenrot 😉
Chili-Saatgut ist übrigens mehrere Jahre haltbar, vorrausgesetzt, man bewahrt es kühl und trocken auf.

Multitopfplatten oder kleine Töpfe oder Aussaatschalen
Zuerst werden die Gefäße mit dem Substrat gefüllt und gut angedrückt. Dann durchdringend wässern. Nun die Chilisamen  mit Hilfe eines Holzstäbchens etwa samendick in den Boden drücken und das entstandene Loch wieder schließen. Ein Etikett mit dem Namen der Chilisorte nicht vergessen.
Alternativ kann man sich ein Minigewächshaus ganz leicht aus zwei Plastikschalen, in denen Pilze oder Erdbeeren verkauft werden, selber basteln.

Minigewaechshaus

 

 

Nun muss ein geeignetes Plätzchen gefunden werden, um ein gute Klima zum Keimen zu schaffen:
Wärme
Für eine gute Keimquote ist eine Temperatur von 20-25°C ideal. Man kann die Töpfe auf die Fensterbank über einer Heizung stellen oder eine Heizmatte für Aussaaten verwenden.

Hohe Luftfeuchtigkeit
Eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt das Wachstum. Besonders bei einer Aussaat auf der  Fensterbank ist es wichtig, eine durchsichtige Plastikfolie über die Töpfe zu ziehen. Mit Holzspießen kann diese aufrecht gehalten werden. Trockene Luft bedeutet Streß für die Keimlinge und sie können innerhalb von ein paar Stunden welken.
Man sollte einmal am Tag lüften und die Folie für ein paar Minuten abnehmen. Auch schadet es nichts, wenn man in die Folie ein paar Belüftungslöcher sticht.

Licht
Chilis kommen ursprünglich aus den Regenwäldern Südamerikas. Dort herrscht etwa bei Tage 20.000 Lux. An einem trüben Wintertag ist in Deutschland etwa 3.500 lx gemessen. Davon kommt in unsere Wohnzimmer direkt am Fenster etwa ein zehntel an. Dazu sind die Tage im Winter kurz und die Chilis hätten es gerne 10-12 Stunden hell. Eine zusätzliche Beleuchtung am Tage mit Pflanzenlampen ist also zu empfehlen.

Lux

Die Keimung
Chilis benötigen zur Keimung etwa eine Woche bis 10 Tage. Während dieser Zeit sollte die Erde niemals austrocknen und die Wärme relativ konstant bleiben.
Zuerst erscheinen die Keimblätter. Sie entwickeln sich zeitgleich mit einer dünnen weißen Wurzel im Samen. Oft hängt die Samenkapsel noch ein paar Tage an den Keimblättern, bevor sie abfällt. Die Keimblätter sehen schlicht und etwas unfertig aus.

gespannte-Luft

Der Keimling
Nach den Keimblättern erschient als nächstes das erste Blattpaar. Dies ist wie ein typisches Chiliblatt geformt. Nun ist das Pflänzchen bereits mehrere Zentimeter hoch. In dieser Phase des Lebens ist eine konstante Luftfeuchte besonders wichtig, um gesunde Pflanzen zu erhalten.
Nun kann die Temperatur auf 20-22°C reduziert werden.

Düngung
4-5 Wochen nach der Keimung sind die kleinen Chilipflanzen bereits 8-10 cm hoch. Sie benötigen nun etwas mehr Nahrung. Eine wöchentliche Flüssigdüngung ist nun empfehlenswert. Man kann handelsüblichen Dünger für Gemüse oder Tomatendünger verwenden.
Hat man in Multitopfplatten ausgesät, können die kleinen Chilipflanzen in größere Töpfe getopft werden. Das Substrat sollte nun gut gedüngt sein. Ein handelsübliches Substrat bietet für die nächsten 6 Wochen eine ausreichende Nährstoffversorgung. Erst danach wäre eine Flüssigdüngung zu empfehlen.

Chilipflanzen

Die junge Chilipflanze
Nun benötigen die jungen Pflänzchen deutlich mehr Platz, aber es ist noch zu kalt sie ins Freie zu stellen. Damit sie etwas langsamer wachsen, kann die Temperatur auf 18°C gesenkt werden. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist immer noch von Vorteil, aber nun sich die Pflanzen robust und sind mit einem Sprühregen aus der Flasche dreimal täglich zufrieden.

Chilis-topfen

Das Auspflanzen
Ab Mai, am besten nach den Maifrösten, können die Pflanzen nach draußen an eine hellen und warmen Platz gestellt werden. Ideal ist eine Gewächshaus, auch wenn es noch so klein ist, denn Chilis sind wärmebedürftigt. Einige Sorten wie die Sibirische Hauspaprika, Minichili oder Piment d‘ Espelette sind aber auch sehr gut auf dem Balkon oder der Terrasse zu halten.

 

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