Katzenminzen gehören mit ihrem zarten Blütenflor zu den schönsten Gartenpflanzen.
Sie entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie großzügig gepflanzt werden um Ihre üppige Blütenpracht zu präsentieren. Sie gehören zu den Stauden, erscheinen also jedes Frühjahr wieder nach der Winterruhe.

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Katzenminzen gehören mit ihrem zarten Blütenflor zu den schönsten Gartenpflanzen. Sie entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie großzügig gepflanzt werden um Ihre üppige Blütenpracht zu präsentieren. Sie gehören zu den Stauden, erscheinen also jedes Frühjahr wieder nach der Winterruhe neu. Und wie jedes Jahr sind sie ein klein wenig üppiger geworden.


Grundsätzlich sind alle Sorten sonnenliebend, jedoch sind die Ansprüche an Wasser und Nährstoffe unterschiedlich. Damit man prächtige Pflanzen im Garten hat, sollte die Sorte zum Standort passen.

Katzenminzeblueten
Als Faustregel gilt: graulaubige Katzenminzen mögen es vollsonnig, trocken und warm. Das ist auch bei anderen Pflanzen der Fall, die eine eher graue Blattfarbe haben. Der gräuliche Farbton entsteht durch sehr feine Härchen auf den Blättern, die als Verdunstungsschutz dienen.

Grünlaubige Sorten mögen es eher feuchter, sie können auch gut halbschattig stehen und bevorzugen einen nährstoffreicheren Boden. Die Blätter sind glatt und bieten wenig Verdunstungsschutz. Stehen diese Pflanzen in voller Sonne, haben sie einen höheren Wasserbedarf als ihre graulaubigen Kollegen.

Catnip: Ein Kraut für Katzen

Der Name Katzenminze ist vielleicht etwas irreführend, denn es handelt sich hier nicht um eine Minze. Die Pflanzen gehören zwar zu Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), aber sonst haben sie wenig gemeinsam. Auch besitzt Katzenminze kein Menthol, welches für Minzen doch so typisch ist.
Vielmehr ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öles Actinidin, welches eine so berauschende Wirkung auf Katzen hat. Die Echte Katzenminze hat ein sehr leichtes Minzearoma, wenn man die Blätter in Tee bereitet. Auch sie besitzen kein Menthol.
In einigen Gegenden wird die Pflanze auch Katzenmelisse oder Katzenkraut genannt. Im Englischen und auch oft im Handel: Catnip. Der Verweis auf die Anziehungskraft auf Katzen ist hier gegeben. Das ist jedoch nicht bei allen Arten so. Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) und die Züchtungen Nepeta x fassenii sind bei den Katzen am beliebtesten.

Miezekatze mit Katzenminze
Besonders etwas angewelktes Laub wird ausgiebig beschnuppert, darauf herumgekaut und sich auch drin gewälzt. Das ätherische Öl bewirkt, das die Katzen sich herum rollen oder spielerische Beissattacken über sie kommen, die dann der geliebte Zweibeiner ertragen soll. Meistens ist das auch ganz niedlich und man kommt mit geringen Blessuren davon.
Die Wirkung hält etwa 10 Minuten an. Danach sind sie wieder ganz 'normal'.

Stehen Katzenminzepflanzen im Garten, so suchen die Katzen diese in Abständen auf, um sich diesen kleinen Trip zu gönnen. Die Wirkung scheint jedoch nicht bei allen Katzen gleich zu sein. Einige lässt der Geruch völlig kalt, er ist uninteressant für sie. Dafür stehen sie vielleicht lieber auf Katzengamander oder Baldrian.

Zitronige Katzenminze
Wer zwar Katzenminze, aber keine Katzen im Garten mag, kann zitronig duftende Arten verwenden, wie z.B. 'Odeur de Citron'. Der zitronige Duft ist für Katzen völlig uninteressant und sie ignorieren die Pflanzen.

Wertvolle Insektenpflanze

Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Honig-und Wildbienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf Katzenminzen. Sobald Ende Mai die frühen Sorten, wie die Hohe Katzenminze (Nepeta manchuriensis) blüht, sind sie zur Stelle. Es stellt sich eine Vielfalt an Insekten ein, die alle eifrig Nektar sammeln. Die Hauptblütezeit ist Juni und Juli. Dann summt und schwirrt es im Beet, das es nur so eine Freude ist.

Schwebefliege an Blüte
Schwebefliege an echter Katzenminze

Hier sieht man eine Schwebfliege an der Echten Katzenminze. Schwebfliegen sind auf zweierlei Arten sehr nützliche Insekten. Die Larven fressen Blattläuse und die erwachsenen Tiere sind nützliche Bestäuber. Sie tarnen sich als Wespen oder Bienen, da sie ohne Stachel wehrlos sind. Fressfeinde werden so in die Irre geführt.

Und andere Tiere?
Die ungeliebten Nacktschnecken meiden Katzenminze. Das ist schon sehr schön. Blattläuse kommen jedoch auch auf ihnen vor - wo sind diese auch nicht zu finden? Ansonsten sind Katzenminzen wenig anfällig für Schädlinge.

Historisches

Bereits bei den Römern war Katzenminze beliebt. Sie wurde als Heilmittel gegen Blähungen eingesetzt. Durch die Eroberungszüge jenseits der Alpen kam die Pflanze zu uns. Später wurde sie in Klöstergärten angebaut und verwendet. Hildegard von Bingen und Walafried Starbo beschrieben die Heilwirkung in ihren Schriften.

Katzenminze Wirkung auf Katzen

Bei Katzen wirken einige Arten und Sorten der Katzenminze wie eine betörende Droge. Erst schnuppern sie an den Blättern, sowie Blüten und Stielen, dann kauen auch manchmal darauf herum. Welkes Laub, welches vielleicht auf dem Kompost liegt, ist ebenso interessant.

Katze schnuppert an Katzenminze
Sie wälzen und rollen sich darin. Nimmt man ein Blatt und zerreibt es zwischen den Fingern, so entströmt der typische Katzenminzegeruch. Die Katze findet diesen Duft unwiderstehlich. Sie schnuppert, leckt am Finger und beißt auch vielleicht hinein. Dann reibt sie sich ausgiebig daran. Scheinbar wirkt das Kraut euphorisierend. Dieses Treiben dauert etwa 10 Minuten an.

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Katzenminze rauchen?

Es ist auch Möglich Katzenminze zu rauchen. Dazu werden die Blätter getrocknet und diese dann mit Tabak zu gleichen Teilen vermischt. Das Gemisch wird wie ein Joint in Zigarettenpapier gedreht. Da bei Nichtrauchern der Tabak eine unerwünschte Wirkung erzielt, kann man Katzenminze auch in einer Purpfeife rauchen. Die Wirkung wird als leicht halluzinogen beschrieben und hält maximal eine viertel Stunde an. Ähnlich wie bei Katzen scheint es hier keinen Suchteffekt zu geben. .

Katzenminze Tee

Auch hier wird die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) verwendet. Der Geschmack erinnert entfernt an Minze mit einer leichten Zitronennote und ein Hauch von Thymian. Das ist an sich nicht verwunderlich, denn das ätherische Öl setzt sich wie bereits beschrieben aus Thymol (kommt ebenfalls im Thymian vor) und Zitronellal (ist auch in Melisse vorhanden) zusammen. Die Inhaltsstoffe ähneln einander, nur die Zusammensetzung und Konzentration unterscheidet sich.

Tee aus echter Katzenminze
Zutaten:
- Wasser
- frische oder getrocknete Katzenminzeblätter
- wahlweise ergänzende Kräuter

Die Teezubereitung ist einfach. Gewöhnlich werden getrocknete Blätter verwendet. Ein Tee aus frischen Blättern, die mit heißem Wasser aufgebrüht werden, ist aber auch ganz köstlich. Man nehme einen gehäuften Teelöffel getrocknete Katzenminze oder einen Zweig von 10 cm Länge, in eine Kanne geben und mit einem viertel Liter heißem Wasser aufgießen. 15 Minuten ziehen lassen. Dann die Blätter entfernen und den Tee vor den Trinken etwas abkühlen lassen. Am besten ungesüßt trinken, denn so entfaltet er sein ganzes Aroma.
Eine Mischung mit anderen Kräutern schmeckt auch ganz famos. Zum Beispiel zu gleichen Teilen Salbei, Zitronenverbene und Katzenminze. Kalter Tee schmeckt auch ganz ausgezeichnet und ist eine willkommene Abwechslung an heißen Tagen.

Katzenminze Pflege im Garten

Katzenminze ist eine sonnenliebende Staude, die es trocken und warm mag. Sie ist salztolerant und ein wahrer Bienenmagnet. Die meisten Sorten erreichen eine Höhe von etwa 60 cm. Einige Sorten erreichen auch einen Meter Höhe. Dürfen sie sich ausbreiten, so nehmen sie in der Breite denselben Platz ein. Katzenminzen können viele Jahre am selben Platz stehen und werden mit der Zeit immer schöner. Haben sie sich ein bis zwei Jahre im Garten etabliert, bilden sie dichte Pflanzbestände, die kaum gepflegt werden müssen.

Junger Blattaustrieb

Abbau und Standort

Katzenminze bevorzugt einen sandigen und humosen Boden in voller Sonne. Sie kommen gut mit Böden zurecht, die ein geringes Wasserhaltevermögen haben. Sie benötigen nur eine geringen Gabe an Nährstoffen. Sie sind dankbar für ein wenig Kompost im Frühjahr.

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Katzenminze vermehren

Die meisten Arten kann man gut durch Aussaat vermehren. Einige Sorten sind steril, da ist eine Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge am besten. Grundsätzlich sind alle Vermehrungsarten einfach und gelingen auch dem Gartenneuling problemlos.

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Rückschnitt der alten Triebe
Rückschnitt der alten Triebe

Katzenminze schneiden

Um die Pflanzen schön und kompakt zu halten, sollten Katzenminze zwei mal im Jahr geschnitten werden. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr, etwa Ende März oder Anfang April. Die trockenen Stängel vom Vorjahr haben nun ausgedient. Der neue Austrieb ist meistens schon zu sehen und möchte mehr Licht und Platz haben. Eigentlich braucht man die Stängel gar nicht zu schneiden, sondern kann sie leicht mit der Hand über dem Boden abbrechen. Das ist von Vorteil, denn somit bleibt der junge Austrieb unbeschädigt.

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Von Anja Walessa und Miezi


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