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Süßdolde (Pflanze)

Pflanze im 9 cm Topf
Art. Nr.: MY65
 


Die Süßdolde ist eine hervorragende Teepflanze von hoher Ausbeute. Ein warmes Aroma nach Anis und Lakritz zeichnen sie aus.
Lieferung ab Mitte März 2018

 

Myrrhis odorata

Die Süßdolde ist eine hervorragende Teepflanze von hoher Ausbeute. Ein warmes Aroma nach Anis und Lakritz zeichnen sie aus.
Bereits ein Blatt auf einen halben Liter Wasser genügt, um einen leckeren Tee zu bereiten.

Verwendung in der Küche

Süßdolde kann außer als Tee sehr gut in asiatischen Gerichten verwendet werden. Zusammen mit Thaibasilikum und Koriander passt sie gut zu Fisch oder geschmorten Gemüse. In Süßspeisen ist ihr anisähnliches Aroma ebenfalls angesagt. In Rhabarberkompott reduzieren sie den Einsatz von Zucker. Sie süßen nicht, sondern nehmen dem Gericht die Säure. Lecker sind da auch die Samen, die in Plätzchen oder Pfannkuchen verbacken werden können. Ein weiterer Name der Süßdolde ist Aniskerbel. Der Geschmack ist auch eine Mischung aus Anis und Kerbel. Sie bietet zudem den Vorteil, das sie eine Staude ist und somit vom Frühjahr bis zum Herbst zu ernten ist. Anis und Kerbel sind dagegen kurzlebige und einjährige Pflanzen.

Imposante Wildstaude

Süßdolde ist zudem eine imposante Erscheinung. Ihre Blätter sehen wie große Farnwedel aus. Die weiße Doldenblüte erscheint im Sommer. Nach der Blüte bilden sich die Samen, die in grünen unreifen Zustand wie Lakritz vernascht werden können. Auch kann man sie gut in Kekse backen oder eine Gemüsepfanne mit Knollenfenchel, Tomaten und Feta damit würzen. Auch zu Fisch und Kohlgerichten passen die Samen und natürlich auch die Blätter, sehr gut. Man kann Fisch in die Blätter wickeln und diesen in Alufolie auf dem Grill garen.

Samen im grünen unreifen Zustand können gut eingefroren werden, um sie später im Winter in Weihnachtsplätzchen zu verarbeiten. Man kann auch einen Likör aus ihnen herstellen. Im Juli beginnen die Samen braun zu werden. Im August haben sie eine schwarz-braune Farbe, die ihre Reife anzeigt. Nun sind sie hart und können im Mörser zerstoßen werden. Ihr Aroma hat sich intensiviert. Der berühmte Liqueur Chartreuse enthält unter anderem Süßdolde als aromatische Zutat.

Frischer Frühjahrsaustrieb


Junger Austrieb Ende März

Anbau im Garten

Süßdolde möchte einen halbschattigen Platz in humosem feuchten Gartenboden. Steht sie sehr schattig, so bildet sie keinen Blüte aus, aber entwickelt trotzdem leckere Blätter. Ihre Pfahlwurzel reicht bis zu einem Meter tief in den Boden, sodass sie sich bei Trockenheit das Wasser selber sucht. Ein tiefgründiger Boden ist also bei der Standortwahl von Vorteil. Durch ihre imposanten Blätter wirken sie wie große Farne und unter Bäumen angepflanzt geben sie ein Beet mit einem Waldcharakter. Die Staude ist absolut winterhart. Die Pflanzen ziehen im Oktober ein und treiben im Frühjahr wieder aus.

Der Austrieb erfolgt im März oder April. In milden Wintern kann es vorkommen, das die Pflanzen bereits im Dezember einen neuen Austrieb wagen, der dann in einer Höhe von 10 Zentimetern bis zum Frühjahr überdauern.
Der eigentliche Austrieb im Frühjahr geht sehr schnell vonstatten. Nach wenigen Wochen haben die Pflanzen ihre Höhe von 1,50 m erreicht. Die weiße Doldenblüte erscheint Ende April/Anfang Mai. Sie zieht zahlreiche Schmetterlinge und Käfer an. Die Blüte erreicht einen Durchmesser von etwa 10 cm und besteht aus vielen kleinen weißen Einzelblüten. Es besteht bei der Süßdolde eine Verwechslungsgefahr mit dem gefleckten Schierling. Reibt man allerdings an den Blättern, so weiß man durch den intensiven Geruch nach Anis sehr leicht die beiden Pflanzen zu unterscheiden. Schierling hat keinen ausgeprägten Geruch.
Unreife Samen

Samen und Aussaat

Die Samen reifen von grün im Juni zu dunkelbraun im August. Sie sind reif, wenn sie fast schwarz sind. Nun kann man sie ernten um sie an anderer Stelle auszusäen. Dabei ist ein wenig Vorsicht angesagt, denn die Samenschale ist scharfkantig und rau. Beim Pflücken kann man sich prima in den Finger schneiden. Belässt man sie an der Pflanze, so säen sie sich selbst aus.
Bei der Aussaat sind ein paar Dinge zu bedenken. Süßdolden sind Kaltkeimer. Zudem sind die Samen nicht lange haltbar. Am besten, man sät gleich im August an Ort und Stelle. Hier kann man ruhig klotzen. Viel hilft viel. Da die Pflanzen eine Masse an Samen produzieren, kann man ruhig eine Handvoll an eine Stelle säen. Mäuse lieben Süßdoldensamen. Um ganz sicher zu gehen, das nix weggefuttert wird, kann man sie auch in Schalen aussäen, leicht mit Erden bedecken und den Winter über draußen stehen lassen. Durch die Kälteeinwirkung werden keimhemmende Stoffe abgebaut. Im Frühling keimen die Pflanzen. Nun kann man sie vereinzeln und in Tuffs zu 3-5 Stück einpflanzen.
Der Standort sollte wie erwähnt halbschattig sein. Auch im feuchten Bereich der Kräuterspirale gedeiht Süßdolde famos.

Steckbrief

Botanischer Name Myrrhis odorata
Familie Apiaceae
Pflanzabstand 60 cm
Höhe 1,20 m
Blüte weiß, April/ Mai
Bienenweide ja
Synonyme Aniskerbel, Myrrhenkerbel
Winterhärte ja

Kundenfragen

Frage:

Ich bin schon mehrfach beim Versuch Süßdolde auszusäen gescheitert. Gibts vielleicht den ein oder anderen Tipp?

Antwort:
Südolde ist ein Kaltkeimer. Am besten, man säht die Samen im August oder September aus. Durch die Kälte im Winter wird die Keimruhe gebrochen und die Samen keimen im Frühjahr recht zuverlässig.


Frage:

Kann man die Blätter einfrieren?

Antwort:
Ja, das geht sehr gut. Am besten, man schneidet das Kraut klein und friert es portionsweise ein.


Frage:

Kann man Süßdolde auch im Kübel halten?

Antwort:
Ja, das geht gut. Der Kübel sollte etwa 50 cm hoch sein. Sie bildet eine recht lange Pfahlwurzel aus und benötigt den Platz. Die Pflanzen sind windresistent und sehr winterhart. Sie überstehen den Winter im Kübel ohne besonderen Schutz.


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03.10.2017 – Helmut schreibt:
Leider keine Blüten möchte demnächst mal den Geschmack testen
07.09.2017 – Martina schreibt:
Gut angewachsen. Pflanze gute Qualität.

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