Maibeere 'Wojtek' (Pflanze)

Pflanze im 9 cm Topf
Artikelnummer: LO22

Süße Früchte, mit leichtem Säureanteil.

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Lonicera kamtschatika

Süße Früchte, mit leichtem Säureanteil. Die Maibeere Wojtek verspricht eine leckere Ernte.

Maibeeren werden auch oft als Sibirische Blaubeeren oder Honigbeeren bezeichnet. Sie schmecken auch ähnlich wie Heidelbeeren, haben jedoch ein süß - säuerliches Aroma. Außerdem haben sie geringere Ansprüche an den Boden. Sie stehen auf den Standorten, auf denen Heidelbeeren nicht wachsen wollen.
Sie sind äußerst frosthart, sie kommen ja auch aus einer Region, in der im Winter -40°C herrscht. Dagegen ist das deutsche Winterlein, auch in Hochlagen, eher lau. Heimisch ist die Maibeere in Sibirien und Kamtschatka. Sie sind dort in Hanglagen an Bergwäldern zu finden.

Im Garten

Maibeeren stehen gerne in sonniger bis halbschattiger Lage. Sie kommen nahezu mit jedem Boden zurecht. Sie lieben sandig-humose Böden. Wie andere Obststräucher aus, ist sie für eine Kompostgabe im Frühling dankbar. Etwas organischer Dünger ist ebenfalls willkommen. Ansonsten sind sie recht genügsam.

Die gelben Blüten erscheinen im April und ertragen Spätfröste bis -8°C schadlos. Sie sehen aus wie goldene Glöckchen und werden in erster Linie von Hummeln bestäubt. Es ist von Vorteil, eine zweite Sorte daneben zu stellen. Die Befruchtung fällt so wesentlich üppiger aus. Der Pflanzabstand sollte etwa einen Meter betragen.
Die Pflanze erreicht eine höhe von etwa 1,50m. Sie wächst zuerst sparrig aufrecht, später etwas buschiger. Sie trägt die Früchte am zweijährigen Holz, daher ist es von Vorteil die Pflanzen jährlich zu schneiden. Wie bei Johannisbeeren werden die alten Fruchttriebe nach der Ernte bodennah abgeschnitten. Die einjährigen Ruten bleiben stehen. An ihnen bilden sich im Folgejahr die Früchte. Ältere ungeschnittene Pflanzen vergreisen schnell. Der Fruchtbehang wird deutlich geringer.

Die länglichen Früchte sind im Mai und Juni zu ernten. Sie sind etwa einen Zentimeter lang. Sie sind sehr aromatisch und intensiver im Geschmack als Heidelbeeren. Zum Naschen vom Strauch sind sie sehr beliebt. Sie wachsen in lockeren Abständen mit kurzen Stielen an den Zweigen und sind leicht zu ernten.

Maibeeren können ganzjährig gepflanzt werden. Sie erhalten die gut durchwurzelten Pflanzen im Container. Ideal ist eine Pflanzung im Frühjahr oder Herbst. In regenreicher Zeit kann man sie auch gut im Sommer pflanzen. Bei sehr heißem Wetter sollte die nächsten 3 Wochen täglich gegossen werden.
Sind die Pflanzen einmal eingewurzelt, so sind sie sehr robust und vertragen auch zeitweilige Trockenheit. Maibeeren bilden flache Wurzeln. Sie sind können auch gut am Hang wachsen. Das Laub beginnt bereits im September sich zu verfärben.

Außergewöhnlich frosthart

In der Heimat der Sibirischen Blaubeere werden die Winter sehr kalt. Bis -40°C kann die Pflanze ertragen. Aber auch die bereits ausgetriebenen Blätter haben sich gut gegen die Kälte gewappnet. Sie sind behaart und bilden so einen Wärmepuffer zwischen Blattoberfläche und den Härchen.

Auch die Blüten haben einen eingebauten Frostschutz. Sie vertragen problemlos Spätfröste bis – 8°C. Die Pflanze produziert Stärke, welchen sie in Knöllchenform einlagert. Schiebt sie nun im April ihre ersten Knospen, werden diese Knöllchen in Zucker umgewandelt. Durch die Anreicherung des Zuckers hat das Wasser in den Pflanzen eine andere molekulare Strucktur. Es bildet keine spitzen Kristalle mehr, die die Zellwände zum Platzen bringt. Es dient also als Frostschutz. So überstehen die zarten Blüten den eisigen Minustemperaturen.

Maibeere als Hecke

Maibeeren gehören zu den Heckenkirschen, wie sie in vielen Vorgärten zu finden sind. Sie unterscheiden sich allerdings in der Wuchshöhe. Die Maibeere erreicht nur eine Höhe von durchschnittlich 1,50 m. Das macht sie für eine Heckenpflanze ideal. Sie bildet dichte Büsche, die belaubt nahezu blickdicht sind. Die Hecke bleibt klein und kompakt. Sie benötigt keinen Schnitt und ist ideal für kleine Gärten. Man sollte allerdings bedenken, das sie ungeschnitten kaum Früchte trägt. Bei einem Pflanzabstand von 40 - 50 cm wird die Hecke schnell dicht.

Verwendung in der Küche

Maibeeren schmecken wie säuerliche Heidelbeeren. Dabei entwickeln sie eine würzige Süße, welches ihr den Name Honigbeere eingebracht hat. Sie eignen sich gut für allerlei Gebäck wie Muffins, Kuchen und frischen Obsttörtchen. Auch Marmelade ist sehr lecker. Die Früchte kann man problemlos einfrieren.

Durch ihre säuerliche Fruchtigkeit sind sie auch sehr gut würzig zu verarbeiten. Ein Maibeeren-Chutney auf paniertem Schafskäse schmeckt köstlich.

Steckbrief

Botanischer Name Lonicera kamtschatika
Familie Caprifoliaceae
Synonyme Sibirische Blaubeere, Honigbeere
Pflanzabstand als Hecke 60 cm, in Einzelstellung 1 m
Höhe 100 cm
Standort sonnig - halbschattig
Blüte gelb, April
Boden/Wasser sandig-humos, frisch
Erntezeit Juli
Winterhärte ja
Besonderheiten sehr frosthart
Bienenweide ja, für Hummeln

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Wunderbare Topfplanzen gestern erhalten, sie stehen prächtg, durch gute Verpackung. Bin gespannt, wie sie nächstes Jahr bei dem Apfelbaum gedeien, Halbschatten allerdings nach Süden ausgerichtet.

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