Knollenziest - Crosne (Pflanze)

Pflanze im 9 cm Topf
Artikelnummer: ST01

Knollenziest ist eine ausdauernde Pflanze, die etwa 30 cm hoch wird. Die etwa 1-2 cm großen Knöllchen bilden sich an den Wurzeln. Diese schmecken nach einer Mischung aus Kohlrabi und Radieschen.

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Stachys affinis

Knollenziest ist eine ausdauernde Pflanze, die etwa 30 cm hoch wird. Die etwa 1-2 cm großen Knöllchen bilden sich an den Wurzeln.

Geschmack

Diese schmecken nach einer Mischung aus Kohlrabi und Radieschen. Man kann sie roh essen oder leicht in der Pfanne rösten. Mittlerweile sind die leckeren Knollen zum Gourmetgemüse avanciert; zu Recht, wie wir finden.

Knollenziest auf Brett
frisch geerntete Knollen

Crosne du Japon

In Frankreich nennt man ihn Crosne und man kann die Knöllchen dort auf den Märkten recht teuer erstehen. Ursprünglich kommt die Pflanzen aus China und Japan und ist Anfang des neunzehnten Jahrhunderts nach Frankreich gekommen. Dort wurde sie in nennenswerten Maße in Örtchen Crosne (sprich: crohn) angebaut, wodurch sie ihren Namen erhielt.

Steckbrief

Höhe 60 cm
Winterhärte ja
Botanischer Name Stachys affinis
Familie Lippenblütler (Lamiaceae)
Synonyme Japanische Artischocke, Chinakartoffel
Fruchtreife ab November
Standort sonnig
Blüte kommt bei uns sehr selten zur Blüte.
Inhaltsstoffe Stärke, Zucker, Eiweiß
Boden/Wasser sandiger Boden, feucht

In der Küche - Geschmack und Verwendung

Was macht man nun mit den kleinen Knöllis? Das Säubern ist zugegeben etwas mühselig, aber der Aufwand lohnt sich. Nicht umsonst werden die knackigen Knöllchen auch Japanische Artischocke genannt.

Man kann die Knöllchen roh essen, zum Beispiel im Salat oder leicht in Butter angeschmort als Gemüse.

Nährwerte

Die Knollen enthalten Stärke, Zuckerverbindungen und Eiweiß. Sie enthalten nur 0,1% Fett. Der Hauptbestandteil von 80% ist Wasser.

Gebratener Knollenziest - frische Knollen
Die Knollen sind ein sehr feines Gemüse, welches pur oder mit wenig anderen Zutaten gut zur Geltung kommt.

Rezept: Gebratener Knollenziest auf Salatrauke


Für 2 Portionen

Zutaten:
- 80 g Knollenziestknollen
- 100 g Salatrauke
- eine Orange
- Butter zum Braten
- Salz

Für das Dressing:
- ein Esslöffel Sonnenblumenöl
- zwei Esslöffel Joghurt
- ein Teelöffel Zitronensaft
- ein halber Teelöffel Tomatenmark
- ein halber Teelöffel mittelscharfer Senf
- Salz, Pfeffer

gebratener Knollenziest
Zubereitung:
Die Knollen waschen und in mundgerechte Stücke brechen. Butter in einer Pfanne erhitzen und Knollen 3-4 Minuten scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und salzen, beiseite stellen.

Die Salatrauke waschen und in einem Handtuch trocken schleudern. In einer Schüssel die Rauke anrichten. Die Orange schälen und von der weißen Haut befreien, in kleine Stücke schneiden und über die Rauke geben.

Für das Dressing alle Zutaten in einer kleinen Schüssel anrühren, über dem Salat verteilen und zusammen mit dem Knollenziest anrichten.

Knollenziest Pflanzen im Garten anbauen

Knollenziest steht am besten in leicht sandigem Boden, dann ist auch die Ernte leichter. Der Boden sollte stets feucht bis nass sein. Am Naturstandort wächst die Pflanze in nassem Boden in Gewässernähe, sie kommt allerdings auch mit normalem Gartenboden zurecht. Er sollte in einem Beet stehen, wo er sich ausbreiten darf und nicht von anderen Pflanzen überwuchert wird.

Ernte

Die beste Erntezeit ist der Herbst bis in den Winter hinein. Mit der Grabegabel hebt man die Pflanzen aus dem Boden und sammelt die Knöllchen ein. Sie liegen in einer Tiefe von etwa 10-20 cm im Boden. Idealerweise sollten immer ein paar Knöllchen im Boden verbleiben, damit im nächsten Frühjahr neue Pflanzen wachsen. Alternativ kann man auch in Gegenden mit langen kalten Wintern kleine Knollen ähnlich wie Kartoffeln frostfrei dunkel und kühl überwintern und im März in den Boden legen.

Bei günstigen Bedingungen bringt ein Knöllchen 20 neue Knöllchen hervor. Die Pflanzen sollten etwa alle 2-3 Jahre den Standort wechseln, um Virosen und Bodenmüdigkeit zu vermeiden.
Knollenziest Blüte
Blüte - ein seltener Anblick

Aussehen und Wuchs

Knollenziest erreicht eine Höhe von 60 cm. Die Blätter und Stiele sind stark behaart. Die rosa-violetten Blüten zeigen sich von Juli bis August. Sie erscheinen erst im zweiten Standjahr. Sie gehören zu den Lippenblüten und sind quirlig um den Stiel angeordnet. Die Pflanze bildet neben den Knöllchen auch dünne Wurzeln aus, die die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen versorgt.

Vermehrung

Knollenziest vermehrt sich durch die Knollen und Samen. Die Knöllchenbildung setzt im Spätsommer ein und ist im Oktober abgeschlossen - dann ist Erntezeit.
Möchte man selber vermehren, so belässt man einige Knöllchen im Boden, aus denen im Folgejahr neue Pflanzen entstehen. Um ein besseres Gelingen zu gewährleisten, kann man die Knöllchen frostfrei im Topf überwintern. Dazu brauchen sie kein Licht, denn alles Oberirdische ist eingezogen. Während der Überwinterung sollte die Erde nicht austrocknen. Es reicht, wenn man von Zeit zu Zeit eine Tasse Wasser gibt.
Im Frühling die Töpfe heller und wärmer stellen, damit die Pflanzen austreiben. Bei regnerischen, trüben Wetter können sie ab Mitte April ins Freie.

Fruchtfolge und Mischkultur

Knollenziest sollte nicht länger als 4 Jahre auf demselben Standort angebaut werden. Es besteht die Gefahr durch Virusinfektionen, die den gesamten Bestand dahin raffen kann. Der Boden sollte sich etwa 3 Jahre erholen. Als Fruchtfolge eignet sich Lupine, Erbse oder Bohnen. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an und lockern ihn auf.
Eine Mischkultur ist wenig ratsam, da die Knollen Platz zum Ausbreiten benötigen. Außerdem würde sie die Ernte erschweren.

Krankheiten und Schädlinge

Knollenziest ist ziemlich robust, aber auch hier ist ein Befall durch Blattläuse möglich. Diese befallen vor allen junge Triebe und Blattknospe. Die älteren behaarten Blätter der Pflanze sind jedoch bei den Läusen nicht so beliebt. Man kann mit einer Seifenlösung die Läuse sehr gut dezimieren. Dazu werden die Blätter bei trübem Wetter tropfnass besprüht. Durch die Seife ersticken die Läuse.
Manchmal kann es in trockenen und heißen Sommern zu Spinnmilbenbefall kommen. Vorbeugend kann man die Pflanzen häufiger Gießen. Ist jedoch bereits der Befall da, so kann mit einem Rapsöl-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1:5 den Spinnmilben Herr werden. Auch hier wird möglichst bei trübem Wetter gesprüht. Dabei sollte die Blattunterseite vermehrt benetzt werden.

Kundenfragen

Ich würde gerne Knollenziest Pflanzen im Topf anbauen, geht das auch? Und wie groß müssten die Töpfe ungefähr sein?

Gibts auch Knollenziest Samen/Saatgut zu kaufen?



Wie sollte ich frisch geerntete Knollen lagern bzw. aufbewahren?



Brauche ich eine Wurzelsperre um die Pflanzen im Zaum zu halten?



Können die Rhizome eingefroren werden?



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Artikel bewerten

schreibt
Sehr schnell angewachsen
schreibt
Ist bisher gut gewachsen, habe aber noch nichts geerntet
schreibt
Der Knollenziest überlebte trotz schlechten Bodes und übler Trockenheit in diesem Jahr.
Ich setze ihn um und hoffe auf Ertrag, danke für die Zusendung. Alles Andere liegt an meinem grünen Daumen.
schreibt
Hat sich in gut gedüngter Komposterde gut entwickelt und reichlich Knöllchen angesetzt. Insgesamt nicht allzu wüchsig, man sollte ruhig mehrere Pflanzen setzen.
schreibt
Ist super gewachsen, habe aber noch nicht geerntet.
schreibt
ist gut angwachsen
schreibt
Die Pflanze kam gut verpackt und ohne Transportschaden bei mir an. Nach ca 8 Wochen als sie angewachsen war, begann der Knollenzist normal zu wachsen. Lieferant Gartenrot scheint eine zuverlässige Firma zu sein.
schreibt
Kein großer Erfolg, aber vielleicht liegt es daran, daß ich ihn in einen großen Blumenkübel gepflanzt habe, wegen Schössern.
schreibt
alle bei gartenrot- anja walessa und ihren team , wachsen absolut spitze in unserem garten. bis heute keinerlei ausfälle