Vom Einsteigerkoriander und anderen vietnam. Kräutern
Ich mag die Vietnamesische Küche. Mich ärgert an den meisten Kochbüchern, die man zu diesem Thema kaufen kann, dass sie eingedeutschte Rezepte haben. Ingwer und Galgant scheinen gerade das Maß an Exotik zu haben, damit sich eine möglichst breite Leserschaft angesprochen fühlt. Um so erfreuter war ich, als ich den Vietkochblog entdeckte. Hier findet man neben erlesenen Rezepten mit ein wenig Hintergrundwissen eine gute Zutatenübersicht. Und siehe da, hier ist auch mein geliebter Vietnamesicher Koriander gelistet.
Dieser wird wohl im Heimatland reichlich über das Essen gestreut, so dass man nix mehr vom Gericht sieht und man wuselt sich dann mit den Stäbchen durch das Grün zum Hühnchen oder was auch immer darunter ist. Ok, muss man ja bei uns nicht so machen. Selbst in meinem Lieblingsrestaurant Mr. Wong in Berlin wird das der deutschen Kundschaft nicht zugemutet, schade eigentlich.
Der Vietnamesische Koriander (Persicaria odoratum) blüht nie. Sobald der Stängel den Böden berührt, wurzelt er, so dass er sich recht schnell ausbreitet. Er gehört zu den Knöterichgewächsen. Das kann man auf dem Bild sehr schön sehen. Leider überlebt er bei uns draußen nur in milden Wintern. Ich überwintere zwei kräftige Pflanzen bei etwa 10 °C im Hausflur. Im Frühling stecke ich ihn ab und die bewurzelten Pflanzen kommen im Mai nach draußen. Im Gewächshaus kommt er zwar üppiger, aber er ist etwas anfällig für Spinnmilben. Eigentlich möchte er nämlich halbschattig, warm und feucht stehen.
In der Küche kombiniere ich ihn zu fast allem, was ich im Sommer im Garten ernte. Er wird auch der Einsteigerkoriander genannt, weil sein Aroma nicht so dominant ist, wie das des echten Korianders. Egal ob in Tomatensoße, geschmorte Möhrchen oder Salat, er passt immer. Fusionsküche nennt man das heutzutage auf Schlau.
Der Vietnamesische Wasserfenchel (Oenanthe stolonifera) ist eine ausdauernde Pflanze, die an einer nassen Stelle im Garten wächst. Er zieht im Winter ein und treibt im Frühjahr aus. Geschmacklich erinnert er eher an Sellerie, als an Fenchel. Die Stiele sind aromatischer als die Blätter und in Vietnam werden sie getrennt verarbeitet und gelten eher als Gemüse, zum Beispiel Wasserfenchelstiele blanchiert in einer Zitronensoße. Da der Wasserfenchel mit das erste frische Grün im Jahr ist, kommt er reichlich ins Essen. Man kann ihn ratzekahl runterschneiden, er treibt immer wieder aus. Übrigens muss man hier aufpassen, er wuchert in allen Ritzen, die er kriegen kann und wie bereits erwähnt, überlebt er unsere Winter problemlos.




Nimmt man einen Sud aus den Blüten, kann man damit Soßen würzen. Ich verwende die Blüten nur zum aromatisieren und esse sie nicht, da sie etwas strohig sind, aber das ist Geschmackssache.
koche gern vietnamesisch und möchte alles dazu aus samen selbst ziehen suche nach kleinstmengen von kräuter salate gemüse samen bin von garten rot .com begeistert.