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Erdbeertraube, rot (Pflanze)

Artikelnummer: VI22

Die Rote Erdbeertraube schmeckt und duftet verführerisch nach Erdbeeren. Geschmacklich sehr ungewöhnlich und mit anderen Weintrauben nicht zu vergleichen.

Lieferung ab Ende März 2019

Vitis vinifera x labrusca 'Isabella'

Die Rote Erdbeertraube schmeckt und duftet verführerisch nach Erdbeeren. Geschmacklich sehr ungewöhnlich und mit anderen Weintrauben nicht zu vergleichen.

Die Trauben schmecken fruchtig-würzig mit einer milden Süße. Sie eignen sich sehr gut als Tafeltraube.
Diese alte Americano-Sorte ist in Österreich, Italien und der Schweiz weit verbreitet. Die Pflanze ist absolut pilzresistent und wird nicht von der Reblaus befallen.
Die Rote Erdbeertraube wird landläufig auch Uva fragole oder Fragoletraube genannt.
In Österreich wird der Uhudler aus der Traube gekeltert. Ein sehr ungewöhnlicher Wein, süß und mit intensivem Fox-Ton. Er schmeckt wie Erdbeer-Traubensaft mit einem Schuss Alkohol.
Traubengelee

In der Küche

Sehr lecker ist die Verarbeitung der Trauben zu einem Gelee. Man kann zur Herstellung des Saftes die Trauben für eine dreiviertel Stunde in den Dampfentsafter geben. 4 kg Trauben ergeben etwa 1,2 l Saft.

Rezept: Traubengelee aus Erdbeer-Trauben

1,2 l Roter Traubensaft
Gelierzucker 1:3
eine Zitrone

Saubere Gläser in einem heißen Wasserbad vorwärmen.

In einem hohen Topf Traubensaft mit dem Zucker mischen. Die Zitrone halbieren und den Saft auspressen, zur Flüssigkeit in den Topf geben. Alles erhitzen. Achtung, der Topf sollte nur zu einem Drittel gefüllt sein. Der Saft steigt auf und in einem zu kleinen Topf quillt er über den Rand. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, vom Herd nehmen.
Flüssigkeit in die ausgespülten Gläser füllen und diese sofort verschließen.


Die großen dunkelgrünen Blätter eignen sich gut für die Herstellung von gefüllten Weinblättern. Dafür nimmt man am besten die jungen, etwas helleren Blätter mit weichen Blattrippen.

Isabella im Garten

Die Pflanzen sind wärmebedürftig und möchten an einer Südwand wachsen. Die ersten Trauben sind im zweiten Jahr nach dem Pflanzen zu erwarten, die erste nennenswerte Ernte nach drei Jahren. Die Trauben sind tiefblau und bereits vor der Reife gefärbt. Die Süße wird im September und Oktober ausgebildet.

Bei der Pflanzung sollte der Rebstock in derselben Tiefe wie er im Topf steht eingepflanzt werden. Der Boden ist idealerweise lehmig-sandig und kalkhaltig. Wir haben die Erfahrung gemacht, das die Pflanze auch sehr gut auf sandig humosen Böden steht. Sie kommt mit unseren mageren durchlässigen Boden sehr gut zurecht und holt sich das benötigte Wasser aus der Tiefe.
Bei einer Frühjahrspflanzung kann der Boden etwas mit Kompost und organischem Dünger angereichert werden. Pflanzt man im Herbst, so ist es ratsam auf eine Düngung zu verzichten. Diese erfolgt dann im kommenden Frühling.

Die Rote Erdbeertraube wächst auf der eigenen Wurzel, ist also nicht veredelt. Sie wird ausschließlich durch Stecklinge vermehrt.
Die Pflanze ist selbstfruchtbar und bei uns absolut winterhart.

Herkunft und Geschichte

Die Rote Erdbeertraube ist ein Zufallssämling, also eine Kreuzung zwischen der amerikanischen und der europäischen Wildrebe. Entstanden ist sie 1816 in Long Island, USA durch den Züchter William R. Prince. Er nannte die Sorte nach seiner Frau Isabella.
Amerikanische Wildreben sind resistent gegen die Reblaus, welche in traditionellen Weinbaugebieten Europas großen Schaden angerichtet hat. Ganze Weinberge erlagen dem Schädling. Bereits 4 Jahre später wurde die Erdbeertraube in Frankreich angebaut. Andere Länder folgten dem Beispiel. Heute ist die Reblaus nahezu ausgerottet, da die amerikanische Wildrebe als Unterlage der alten europäischen Sorten dient.

Steckbrief

Höhe über 2 m
Fruchtreife September, Oktober
Bienenweide ja
Winterhärte ja
Familie Weinrebengewächse (Vitaceae)
Standort sonnig
Synonyme Uva fragole, Fragoletraube, Isabella
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